Sanierungsgebiet Rheingönheim: Aufwertung des Bestands ist Hauptziel
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Rheingönheim. Im Ortsbeirat Rheingönheim hat das beauftragte Planungsbüro die Kernziele des Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) für den Stadtteil präsentiert.
Von Julia Glöckner
Das vorgestellte Leitbild definiert als wichtiges Ziel die Aufwertung des Gebäudebestands. Zudem sollen öffentliche Plätze im Quartier mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Viele Gebäude im Sanierungsgebiet sind vor 1950 erbaut. Mit der Modernisierung des Bestands wird wieder attraktiver Wohnraum geschaffen. Denn bislang herrscht im ausgewiesenen Sanierungsgebiet viel Wohnleerstand. Die ältesten Häuser mit Modernisierungsbedarf liegen an der Hauptstraße. Geplant ist zudem die Modernisierung des Gemeindehauses als öffentliches Gebäude.
Die Mittel für die bauliche Sanierung und Entwicklung des Quartiers kommen aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt, dem wichtigsten Städtebauförderprogramm Deutschlands. Viele Quartiere in bundesdeutschen Städten werden aus dem Programm gefördert, sodass jeder 15. Bürger profitiert. Weitere Ziele des ISEK sind, lebendige Nachbarschaften zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken, indem man Begegnungsorte und Ankerpunkte im Ortskern schafft. An wichtigen Plätzen sind Nutzungen für Jugendliche oder mehr Sitzgelegenheiten geplant.
Als weitere Kernziele wurden aus dem bisherigen Dialogverfahren und der Analyse des Status Quo Verschattung und Begrünung von versiegelten Plätzen sowie die Attraktivierung und Belebung von Parks abgeleitet. Auch das Thema Verkehrswende ist Leitziel, weil die Wege im Quartier sicherer und attraktiver für Radler sowie Fußgänger werden sollen.
Das Sanierungsgebiet ist vorläufig begrenzt durch die Friedens-, Hilgrundstraße und die B44 im Norden, im Osten durch Almel- und Lambrechter Straße, im Westen durch die Eisenbahn- sowie Riedlangstraße und nach Süden durch Reiter- und Bahnweg.
Vorläufige Ideen aus Bürgerdialog
Die Plätze, die mit ISEK ein Facelift und mehr Grün erhalten, werden voraussichtlich der Kantor-Josef-Jacob-Platz sein, der Mozartpark und ein neu zu planender Ortseingang zwischen Caroli-, Eisenbahn- und Hauptstraße. Auch der Platz um die Wendeschleife soll durch Entsiegelung profitieren. Beim Thema Verkehr gibt es vorläufige Ideen zu verkehrsberuhigten Bereichen und Temporeduzierung im Hohen Weg, Hildgrund-, Carolina- und Hauptstraße.
Ziel ist die Wiederetablierung eines belebten Quartiers mit attraktivem Wohnraum. Die Maßnahmen sollen in den öffentlichen Raum wirken. Privatinvestoren sollen für Sanierung ihrer Gebäude gewonnen werden, denen die hohen Steuerabschreibungen zugute kommen. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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