Richtfest: Neue Kita soll ab 2027 für mehr Betreuungsplätze sorgen
- Die neue Kita in der Freinsheimer Straße in unmittelbarer Nähe zum Maudacher Bruch.
- Foto: Vilija Edler/Edler² Planning & Consulting
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Ludwigshafen. Die neue Kindertagesstätte in der Freinsheimer Straße wird zum Schuljahr 2027/28 in Betrieb gehen. Vier Gruppen mit rund 90 Kindern können dort ganztags betreut werden.
Von Julia Glöckner
Beim Richtfest am Mittwoch feierten Bauleiter, Projektleiter, Vertreter der Stadt, Investoren, Erzieherinnen und Pfarrer Frank Wolf, dass der Bau im Plan liegt. Der Baufortschritt kann sich sehen lassen. Das Gebäude wird fristgerecht fertig werden. Der Erhalt des alten Kita-Gebäudes, das Platz für zwei Gruppen bot, wurde als nicht aussichtsreich eingeschätzt. Das neue Gebäude an der Freinsheimer Straße wird größer und künftig vier Kita-Gruppen beherbergen.
„Rund 900 Kitaplätze fehlen derzeit noch in Ludwigshafen. Wir sind dabei, diese Bedarfslücke sukzessive abzubauen und ausreichend Kitaplätze vorzuhalten“, erklärte Bildungsdezernent Lars Pletscher. Nicht nur protestantische Träger wie der protestantische Kita-Verbund lassen bauen. Auch Städte und Kommunen investieren aktuell stark in den Kita-Ausbau. Die Stadt wird in den nächsten Jahren durch den Bau von Holzmodul-Kitas rein baulich gesehen weitere 1308 Kita-Plätze schaffen, sie will den Bedarf vollständig decken. Mehrbedarf wird sich durch Neubaugebiete ergeben. Der erste zweigeschossige Modulbau entsteht bald in Friesenheim. Die Kitas Nummer zwei und drei folgen 2028 und 2029. Kindertagesstätten sind nicht nur Einrichtungen der frühkindlichen Bildung, sondern werden zunehmend auch als Wirtschaftsfaktor wichtiger. Sie ermöglichen Eltern die Berufstätigkeit, sorgen für Zuzug von Familien, sichern den Unternehmen Arbeitskräfte und schaffen selbst zahlreiche Arbeitsplätze.
Herausfordernd wird auch die weitere Gewinnung von Erzieherinnen sein. „Seit Juni konnten zudem weitere 20 Fachkräfte gewonnen werden“, erklärte der Bereichsleiter Kitas, Pascal Thümmling. Über Online-Werbekanäle, die bereits erste Ergebnisse zeigen, sowie über Personalentwicklungsprogramme, Umschulungen und Basisqualifizierungen für Berufswechsler will man weitere Erzieherinnen gewinnen.
Bewohner hatten sich im Bürgerdialog zunächst gegen das Bauprojekt gewehrt, weil sie eine angespannte Parkplatzsituation erwarteten. „Erste Sorgen konnte die Stadt schon beim Infoabend ausräumen. Die Kita öffnet zunächst mit einer Gruppe, dann nach und nach für die weiteren drei Gruppen. So lässt sich die Parksituation beobachten“, erklärt Projektleiter Thoma Mödersheim von Casa Group, dem Investor, der auf Kitas spezialisiert ist. „Das Zeitfenster, in dem die Kinder gebracht werden, erstreckt sich von 7.30 bis 9 Uhr. Abends werden sie um 17 Uhr wieder abgeholt. Zeigen sich die Bedenken als gerechtfertigt, gibt es verschiedene Instrumente zur Steuerung der Parkraumsituation.“ Ein weiterer Parkplatz, den Eltern nutzen können, steht rund 150 Meter Luftlinie entfernt im Maudacher Bruch zur Verfügung.
- Kinder der Kita Sonnenland performten den Song "Das berühren sich Himmel und Erde" mit tänzerischen Elemente beim Richtfest.
- Foto: JG
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Casa Group wickelte im Auftrag des protestantischen Kita-Verbunds den Bau ab. Der Investor setzte auch Bauprojekte im Auftrag von Städten und weiteren Kita-Trägern um. Derzeit expandiert Casa Group nach Süddeutschland; erste Projekte sind auch in Bayern in Modulbauweise entstanden. Das Gebäude wurde in enger Abstimmung mit dem protestantischen Kita-Verbund an die besonderen Bedürfnisse der Kinder angepasst. „In der Freinsheimer Straße kommt ein ganz neuer Baustoff zum Einsatz: dämmstoffgefüllte Mauersteine“, sagt der zweite Geschäftsführer der Casa Group, Andreas Bruttel. Eine Dämmung mit Styropor an der Gebäudehülle hielt man für nicht zweckmäßig genug, weil die Kinder auch im Außenbereich spielen. Styropordämmung ist leicht zu beschädigen.
Die Kitas werden zunächst vermietet, so auch die neue Kita Sonnenland in der Freinsheimer Straße. Auf längere Sicht ist der Kauf der Kita geplant. Alternativ bietet Casa auch an, das Gebäude zu vermieten. Das pädagogische Konzept wird auch von der Nähe zum Maudacher Bruch profitieren. jg
- Visualisierung der Kita in Massivbausweise
- Foto: Vilija Edler/Edler² Planning & Consulting
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Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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