Ortsteilzentrum Rheingönheim: Investor stellte Pläne im Ausschuss vor
- Das Tor zum TV Rheingönheim ist von der Straße aus gut sichtbar. Zur Gaststätte hin wird der Sportplatz verkleinert. So wird Platz frei für die beiden geplanten Gebäude der Aldi Projektentwicklungsgesellschaft.
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Ludwigshafen. Der Investor Aldi Süd wird entlang des Hohen Wegs ein Ortsteilzentrum bauen – mit Mischnutzung aus Aldi-Markt, Stadtteiltreffpunkt aus Café und Bäckerei, Mehrgenerationenwohnen sowie betreutem Wohnen. Die Pläne wurden im vergangen halben Jahr detailliert ausgearbeitet.
Von Julia Glöckner
Aktuell ist die Fläche noch vom TV Rheingönheim gepachtet. Der Sportclub wird einen Teil des großen Sportplatzes an die Stadt verkaufen, die diesen weiter an den Investor veräußert. Ein Teil des zu bebauenden Areals gehört der Stadt bereits. Die große Sportanlage entspricht nicht mehr dem Bedarf des Sportvereins. Aus dem Erlös durch den Grundstücksverkaufs baut der Verein die bestehende Anlage um. Sie wird deutlich moderner sowie kleiner zur Gaststätte hin, die bleiben wird.
Aldi setzt sich mit Idee für lebendiges Zentrum durch
Die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft hatte vorab Ideen von verschiedenen Investoren eingeholt, die passende Projekte entwickeln sollten. Der Lebensmittelriese hatte sich gegen andere Bewerber durchgesetzt. In den Plänen der Aldi Projektentwicklungsgesellschaft fand sich die vorgegebene Planungssituation am passendsten wieder. Die Aldi-Planer berücksichtigten, dass später Stadtbahnlinien ins Quartier verlängert werden, es eine gemeinsame Zufahrt zum Stadtteilzentrum geben soll, die auch der Sportverein nutzen kann. Diese wird dem Verein als Erschließung dienen, so dass das Sportareal zugänglicher wird.
Pläne für Stadtteilzentrum Rheingönheim wurden konkretisiert
Nach der Entscheidung fürs Konzept hatte die Verwaltung mit der Aldi Projektentwicklungsgesellschaft weiterverhandelt, um die Pläne weiter ausarbeiten zu lassen. Die Baufirma wird auf dem 7.080 Quadratmeter großen Areal das Ortszentrum realisieren. Es besteht aus zwei Gebäuden. Im Bau A entsteht ein ALDI-Markt auf 1.000 Quadratmetern. Aufs EG werden zwei Wohngeschosse aufgesetzt sowie ein Dachgeschoss mit Satteldach. Dort werden 40 Wohnungen mit einer Größe zwischen 40 und 100 Quadratmetern ausgebaut. „Es wird Mehrgenerationenwohnen entstehen. Wir wollen dabei viele Generationen ansprechen, die sich gegenseitig unterstützen“, erklärte Herr Fellhauer vom Rohbauunternehmen vor dem Bauausschuss, das das Projekt umsetzt.
Ursprünglich vorgesehen war im benachbarten Gebäude B ein Tagespflegezentrum für Senioren. „Es konnte kein Dienstleister für Tagespflege gefunden werden, der einen Mietvertrag von der vorgeschlagenen Laufzeit tragen wollte“, so Fellhauer. Stattdessen wird nun ein betreutes Seniorenwohnen entstehen mit Wohnungen von einer Größe zwischen 40 und 80 Quadratmetern.
Im EG des Baus B wird es außerdem einen Stadtteiltreff mit Bäckerei und Café geben sowie ein Büro für einen ambulanten Pflegedienst. „Die Bewohner aus dem Haus A können bei Bedarf die Pflegedienstleistung aus dem Haus B in Anspruch nehmen. Dass sie in diesem Fall auf die Pflegeleistung des speziellen Anbieters zurückgreifen, lässt sich im Kaufvertrag notariell festhalten“, sagte Fellmann. Um die beiden Gebäude werden 115 Stellplätze entstehen, davon 15 für den TV Rheingönheim und 38 in der Tiefgarage für Bewohner.
Ausschuss stimmt Projekt zu
Der Bauausschuss stimmte dem Erwerb und der Nutzung des Grundstücks durch Aldi Süd mit der Verabschiedung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans einstimmig zu. Ortvorsteher Wilhelm Wißmann betonte, dass nur dieses Grundstück für das Stadtteilzentrum in Frage käme und andere sich dafür nicht geeignet hätten. Der CDU-Politiker berichtete zudem vom dichten Verkehr im Hohen Weg in der Rushhour und schlug eine lastenabhängige Ampel vor. „Die Experten aus der Verwaltung werden die Verkehrssituation dort nochmals gemeinsam mit dem verantwortlichen Dezernat überprüfen“, sagte OB Steinruck. Das breitangelegte Beteiligungsverfahren, bei dem auch Vorstellungen und Fragen aus der Bürgerschaft eingehen, läuft noch und sieht weitere Beteiligungsformate vor. jg
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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