Hitze und Sport: Was für Kinder beim Training im Sommer wichtig ist
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Hitze und Sport. 30 Grad auf dem Sportplatz oder in der Halle und mehr, kann das Kinder und Jugendlich an ihre Grenzen bringen? Komplett ausfallen muss Sport deshalb aber nicht, wenn Training und Belastung angepasst werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention betont, dass Bewegung auch bei Sommerhitze möglich ist. Allerdings müssen Dauer, Intensität, Pausen, Trinkmenge und Sonnenschutz deutlich verändert werden.
Kinder zeigen anderes Anpassungsverhalten
Kinder regulieren Hitze laut Experten zwar anders als Erwachsene, aber ähnlich effektiv. Probleme entstehen häufig deshalb, weil viele Kinder und Jugendliche Risiken unterschätzen, zu wenig und zu spät trinken oder im Ehrgeiz über ihre Grenzen gehen.
Vor allem bei Wettkämpfen wollen viele mithalten, obwohl der Kreislauf bereits schwächelt. Eltern, Lehrer und Trainer sollen deshalb aufmerksam reagieren und regelmäßig Trink- sowie Erholungspausen einfordern. Gerade bei Ausdauersport drohen sonst Austrocknung, Muskelkrämpfe, Kreislaufprobleme oder sogar ein Hitzschlag.
Die Mittagshitze und weitere Zeiten mit den höchsten Temperaturen sollte konsequent gemieden werden. Trainingseinheiten gehören möglichst in die frühen Morgenstunden oder sollten auf den Abend gelegt werden, wenn die Temperaturen den Körper weniger belasten. Experten empfehlen außerdem kleine Trinkmengen etwa alle 15 Minuten, die nicht eiskalt sein sollten.
Was trinken und wieviel?
Geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Saftschorlen. Kinder sollten dabei nicht erst trinken, wenn sie schon großen Durst verspüren. Die Sportmediziner nennen auch konkrete Richtwerte für heiße Tage. Vor dem Training empfehlen sie fünf bis sieben Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht, bei längeren Belastungen zehn bis 13 Milliliter pro Stunde und nach dem Sport weitere vier Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht.
Weitere Tipps für Sport im Freien
Experten appellieren raten Eltern, Lehrer und Trainer, Kinder bei großer Hitze besonders aufmerksam zu begleiten. Schon kleine Maßnahmen können verhindern, dass Sport im Sommer zur ernsten Gefahr wird.
- Kindern erklären, wie sie Warnsignale ihres Körpers erkennen und bei Schwindel oder Unwohlsein sofort pausieren
- Bei großer Hitze für schnelle Abkühlung sorgen, etwa mit kaltem Wasser, Eis oder Kühlpacks
- Auf leichte Sportkleidung achten, die den Körper beim Schwitzen gut kühlt
- Sonnencreme nicht vergessen und empfindliche Hautstellen sorgfältig schützen
- Möglichst eine Kopfbedeckung tragen, um Sonnenstiche zu verhindern
- Je nach Sportart auch Sonnenbrillen nutzen, damit die Augen geschützt bleiben
- Kinder während des Trainings aufmerksam beobachten und Belastungen sofort abbrechen, wenn Schwäche, Übelkeit oder Schwindel auftreten
- Bei Wettkämpfen medizinisches Personal bereithalten, das Hitzesymptome früh erkennt und schnell eingreifen kann
Hitze ist also nicht immer ein Grund, Bewegung grundsätzlich zu streichen, man sollte aber das Programm anpassen. Schulen und Vereine beachten das in der Regel und passen Sportunterricht, Feste und Training entsprechend an.
Aber auch darüber hinaus sind Eltern, Lehrer und Trainer gefragt, wenn es darum geht, Beeinträchtigungen wie Kreislaufprobleme, Sonnenstich und Schlimmeres zu vermeiden und Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren. jg/dpa
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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