Graffiti statt Lattenzaun: Innenstadt wird zur riesigen Kunst-Galerie
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Ludwigshafen. Farben gegen graues Baustellenbild: In der Innenstadt können Bürgerinnen und Bürger Ende August kreativ werden und den öffentlichen Raum während des Stadtumbaus attraktiver machen. Die LUKOM und mehrere Partner laden am 29. und 30. August 2026 zu zwei Mitmach-Workshops rund um den Bauzaun des ehemaligen Rathaus Centers ein.
Die Aktion soll die Innenstadt sichtbarer beleben und den urbanen Raum rund um die Baustelle aufwerten. Gleichzeitig wollen die Veranstalter Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen, während aus einfachen Zaunflächen große Kunstwerke entstehen.
Beim zweitägigen Tape-Art-Workshop gestalten Eltern und Kinder gemeinsam ein großflächiges Kunstwerk auf den Holzlatten des Bauzauns an der Rathaus-Baustelle. Unter Anleitung des Karlsruher Künstlerkollektivs DUMBO AND GERALD lernen die Teilnehmenden verschiedene Werkzeuge und Klebetechniken kennen, entwickeln eigene Motive und übertragen ihre Entwürfe anschließend auf die Zaunflächen. Die aus Nordamerika stammende Tape Art hat sich seit den 2010er Jahren auch in Deutschland als fester Bestandteil der Urban-Art-Szene etabliert und soll nun mit farbigen Klebebändern neue Akzente in der Innenstadt setzen.
Mit einem zweitägigen Graffiti-Workshop richtet sich das Projekt gezielt an Menschen ab 50 Jahren, die den öffentlichen Raum kreativ mitgestalten möchten. Geleitet wird der Kurs vom Graffiti-Künstler „SVLECH“, der seit mehr als 25 Jahren aktiv ist und in Ludwigshafen unter anderem durch das Waschbären-Trafohaus in der Ludwigstraße bekannt wurde. Die Teilnehmenden entwickeln zunächst eigene Motive und Skizzen auf Papier, bevor sie den Umgang mit der Spraydose und die sogenannte „Can Control“ erlernen. Anschließend gestalten sie gemeinsam ein großflächiges Graffiti-Kunstwerk am Bauzaun des ehemaligen Rathaus Centers, das dauerhaft farbige Akzente im Stadtbild setzen soll.
Die neuen Arbeiten werden Teil eines größeren Projekts rund um den Rathaus-Bauzaun. Gemeinsam mit früheren Kunstaktionen und Werken regionaler Graffiti-Künstler entsteht dort eine offene Freiluft-Galerie mitten in der Innenstadt. Besonders ist die digitale Erweiterung der Werke. Mithilfe der Smartphone-App „Artivive“ – einer Plattform für erweiterte Realität (Augmented Reality / AR) – können Passantinnen und Passantinnen die Kunstwerke vor Ort einfach mit der Smartphone-Kamera scannen. Durch die AR-Technologie verschmelzen digitale Animation und physische Kunst: Die Motive beginnen auf dem Bildschirm zu leben, bewegen sich und erzählen ihre ganz eigene Geschichte.
Die Workshops werden über das Landesprogramm „Innenstadt-Impulse“ gefördert. Anmeldungen sind über das WOW Magazin für Kunst und Kultur möglich. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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