Fahrradklima-Test: Stadt liegt im Städtevergleich im hinteren Viertel
- Symbolfoto Fahrradstraße
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Ludwigshafen. Beim jüngsten ADFC-Fahrradklima-Test hat Ludwigshafen schlechter abgeschnitten als in den Vorjahren.
Lag Ludwigshafen 2022 noch im Mittelfeld bei der subjektiven Zufriedenheit der Radler, schnitt die Stadt mit einer Note von 4,28 ab. Damit liegt sie diesmal im hinteren Viertel der Kommunen vergleichbarer Größe.
Für die Radvereine und die grüne Partei zeigt sich einmal mehr, dass Ludwigshafen sich nicht genug für den Radverkehr einsetzt. Dabei sei die Stadt Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen in Rheinland-Pfalz. Das mangelnde Engagement wird oft mit der Finanzlage der Stadt entschuldigt. Doch das Land investiere gerade hunderte Millionen Euro in Straßen, man müsse also möglicherweise die Prioritäten anders setzen, sagt Heike Heß (Bündnis 90/Die Grünen).
Im Detail waren die Befragten besonders mit der nicht ausreichenden Falschparkerkontrolle auf Radwegen und der Führung in Baustellen unzufrieden. Außerdem wurden die Oberfläche und Breite der Radwege sowie die Ampelschaltungen für die Radfahrenden als unzureichend wahrgenommen. Der Fahrradklima-Test gibt der Stadtverwaltung deutliche Hinweise, an welchen Punkten Handlungsbedarf besteht. Auch die Oberfläche der Radwege, die Ampelschaltungen und das Sicherheitsgefühl wurden bemängelt.
"Ein Beispiel ist die geplante Pendlerradroute unter der Hochstraße, die die größte Einzelinvestition in den Radverkehr in den kommenden Jahren sein dürfte. Hier gilt es bei sechs geplanten Ampelanlagen auf einer Strecke von nur 1,2 Kilometern die Ampelschaltungen zu optimieren, sonst wird der Radverkehr weiter ausgebremst", so Heike Heß. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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