Stadtentwicklung in Ludwigshafen
Den Rhein neu erleben

Ludwigshafen. Mit einem Stadtplatz, Spielgeräten sowie neuen Rad- und Fußwegen wurde der Bereich zwischen der alten Werfthalle und der Konrad-Adenauer-Brücke neu gestaltet.

„Ludwigshafen verfolgt damit die Ziele des Stadtentwicklungskonzeptes konsequent weiter. Neben dieser baulichen Entwicklung innerhalb des Stadtumbaugebietes ist es uns wichtig, die Stadtgesellschaft an den Rhein heranzuführen und den Fluss als Identifikationsmerkmal stärker zu verankern. Der Blick aufs Wasser ist für viele verbunden mit einem Gefühl von Ruhe und Entspannung, und auch mit einem Gefühl von Heimat“, freute sich Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck, die das Areal zusammen mit Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger am 6. Mai einweihte.

„Seitdem das Land im Jahr 2006 das Projekt ’Drei Städte – Drei Plätze’, an dem Neustadt, Speyer und Ludwigshafen teilnahmen, initiierte, wurde eine Aufwertung des Areals am Lichtenberger Ufer intensiv diskutiert. Ein wesentliches Ziel des Projektes im Rahmen des Stadtumbaus war, diesen Bereich mit der City und den angrenzenden Stadtteilen zu verbinden. Mit Beschluss des Bau- und Grundstücksausschusses und der Abstimmung der Planung mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Neustadt begann die Umsetzung der Maßnahme ab Herbst 2017 mit dem Bau des Rad- und Fußweges an der Abfahrt der Konrad-Adenauer-Brücke und konnte mit der Ausgestaltung des neuen kleinen Stadtplatzes am östlichen Ende der Kaiser-Wilhelm-Straße abgeschlossen werden“, erläuterte Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger.

Platz am Ende der Kaiser-Wilhelm-Straße

Die Kaiser-Wilhelm-Straße ist zusammen mit der Heny-Roos-Passage und der Bahnhofstraße ein bedeutender Weg von der Innenstadt zum Rhein. Nachdem die Werfthalle im Zuge der Entwicklung der Rhein-Galerie in ein modernes Bürogebäude umgenutzt werden konnte, bot sich an, einen attraktiven Endpunkt am Rhein auszubilden. Mit der Neugestaltung des Platzes in diesem Frühjahr ist es nun möglich, öffentliche Veranstaltungen durchzuführen. Daher ist dort ein Übergabepunkt für Strom, Wasser und Abwasserleitungen installiert. Auf dem Platz befinden sich fünf Sitzelemente und drei Abfallbehälter. Gepflanzt wurden sechs Eisenholzbäume.

Kinderspielplatz

Südlich des neuen Stadtplatzes schließt sich ein rund 600 Quadratmeter großer Kinderspielplatz an. Er ist mit einer Doppelschaukel, einer Wippe, einer Rutsche und einem Drehspiel ausgestattet. Außerdem befindet sich hier noch eine besonders gestaltete Sitzgelegenheit für Eltern und Kinder.

Erweiterung des Geh- und Radweges

Die Wegeführung für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer entlang der Lichtenbergerstraße wurde 2018 verbessert, indem ein bereits existierender kombinierter Geh- und Radweg verbreitert und bis zur Einmündung Kaiser-Wilhelm-Straße verlängert wurde. Er kann in beiden Richtungen genutzt werden. Bereits im Oktober 2017 wurde die Abfahrt von der Konrad-Adenauer-Brücke bis zur Einmündung der Wredestraße fertiggestellt.

Sichere Verbindungen

In Höhe des Gelben Hauses sichert nun ein Fußgängerüberweg mit Signalanlage die Querung der Straße. Zusammen mit den bereits vorhandenen Querungen der Rheinuferstraße in Verlängerung der Heny-Roos-Passage und der Lichtenberger Straße nördlich der Wredestraße erreichen Fußgängerinnen und Fußgänger auf gesicherten Wegen den Spielplatz an der Lichtenberger Straße und das Gelände, auf dem eine provisorische Kindertagesstätte entstanden ist. Diese signalgesicherten Querungen sind jedoch nicht nur für Fußgängerinnen und Fußgänger hilfreich, sondern dürfen durch eine entsprechende Signalgebung auch von Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt werden. Somit werden die Radverkehrsanlagen entlang des Rheinufers mit denen in der Innenstadt verkehrssicher verknüpft.

Platzfläche am Gelben Haus

Die Umgestaltung des Bereiches am Gelben Haus knüpft an schon bestehende Strukturen an. Auch hier wurde nach der Umgestaltung der Flächen ein Angebot geschaffen, um öffentliche Veranstaltungen durchführen zu können. Die Stromversorgung konnte dort gewährleistet werden.

Treppenabgang der Konrad-Adenauer-Brücke

Mit dem geplanten Treppenabgang können Fußgängerinnen und Fußgänger von der Konrad-Adenauer-Brücke direkt zum Berliner Platz beziehungsweise in die Innenstadt gelangen, ohne die Abfahrtsrampe von der Konrad-Adenauer-Brücke oder die Lichtenberger Straße queren zu müssen.
Die Maßnahme wird derzeit wegen mangelnder Angebote neu ausgeschrieben.

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten aller Maßnahmen belaufen sich auf rund 970.000 Euro. Rund 80 Prozent dieser Summe werden über das Bund-Länder-Programm Stadtumbau gefördert. ps

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