Ausstellung zur Jahrhundertflut schlägt Brücke zum aktuellen Hochwasserschutz
- Überschwemmung der Kuhgasse in Oggersheim 1882 nach der Rheinbegradigung: In den Folgejahren wurden stabilere und höhere Dämme gebaut.
- Foto: Eugen Bernhard Hofmann
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Im Karl-Otto-Braun-Museum wird ab Sonntag, 18. Januar, um 14 Uhr, die Sonderausstellung "Der Rhein: Vom Uferidyll zur Hochwasserkatastrophe" gezeigt. Sie läuft bis 29. März.
Die Ausstellung widmet sich dem Jahrhunderthochwasser zum Jahreswechsel 1882-83 und gleichzeitig dem aktuellen Hochwasserschutz. „Neben Oppau waren damals, als Teil des heutigen Stadtgebiets von Ludwigshafen, vor allem noch Friesenheim und Edigheim stark betroffen“, sagt Mitarbeiterin des Stadtarchivs Regina Heilmann. „Über noch mehr Spannendes berichtet die Ausstellung, die noch durch ein abwechslungsreiches Begleitprogramm ergänzt wird.“
Das Karl-Otto-Braun-Museum lädt ein, in die Ereignisse dieser furchtbaren Tage einzutauchen, die aufgrund von Umweltveränderungen durch den Menschen und damit einhergehenden Klimawandelfolgen nicht an Aktualität eingebüßt hat.
Projektleiterin und Kuratorin ist die Umwelthistorikerin Lena Simon M.A.. Die Ausstellung stellt heraus, wie sich der Rhein im Laufe der Zeit veränderte, wie Tullas Flussbegradigung wirkte und welche Arten von Hochwasser es gibt. Beleuchtet wird auch der Hochwasserschutz damals wie heute. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die lokale Hochwasserkatastrophe zum Jahreswechsel 1882/1883: In Oppau brach der Damm am Rhein. Auch andere Ortschaften in der Region wurden zerstört; zahlreiche Menschen verloren ihr Zuhause.
Mittels Kartenmaterial aus verschiedenen Epochen, Medienstationen sowie allgemeinverständlichen Informationstexten zu diversen Aspekten rund ums Hochwasser wird die Dringlichkeit des Themas als wichtige Aufgabe der Gegenwart ins Bewusstsein gerückt. jg/red
Programm
Sonntag, 18. Januar:
14 Uhr: Eröffnung der Ausstellung
15 Uhr: Festvortrag über Oppau und Edigheim
Sonntag, 1. Februar, 15 Uhr:
Vortrag „Hochwasser- und Starkregenvorsorge“ in Ludwigshafen, Rainer Ritthaler
Sonntag, 1. März 15 Uhr:
Vortrag „Katastrophenschutz ist unsere Arbeit – das THW“
Samstag, 14. März 12 Uhr:
Führung im Haus „Leben am Strom“ in Neupotz; Entwicklung des Hochwasserschutzes sowie die Auswirkungen auf die Menschen; Anmeldung bis 7. März an lena.simon@ludwigshafen.de oder telefonisch unter 0621 5042574
Samstag, 21. März 14 Uhr:
Entdeckungstour über die Parkinsel Ludwigshafen; Anmeldung an 3Auwald@gmail.com oder telefonisch unter 06233 300 4109.
Sonntag, 29. März:
15 Uhr: Kinderworkshop zum Rheingold & Führung
16 Uhr: Finissage
Auf einen Blick
Öffnungszeiten und Eintritt:
Sonntag: 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr, Sonderöffnungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich.
Der Eintritt in die Ausstellung und zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Die Ausstellung wird finanziell von der Stiftung der ehemaligen Stadtsparkasse unterstützt.
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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