21 neue Photovoltaikanlagen: Stadt versorgt Gebäude mit Eigenstrom
- Photovoltaik Symbolbild
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Ludwigshafen. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden steht kurz vor dem Abschluss. Damit sind auf den Dächern von Schulen, Sporthallen und Kitas insgesamt 21 Anlagen installiert. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern werden 860 Kilowattstunden Solarstrom erzeugt.
„Die Nutzung von Solarstrom ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dank der Finanzierung von Seiten des Landes und der sehr guten Zusammenarbeit aller Beteiligten wird das Projekt zur Produktion von grünem Strom bald erfolgreich abgeschlossen sein. Das versetzt uns in die Lage, über unsere Liegenschaften eine Menge klimaschädliches CO2 einzusparen und gleichzeitig durch das Bilanzierungssystem den Strom vollständig zu nutzen, um unsere laufenden Kosten zu senken“, so Bau- und Umweltdezernent Alexander Thewalt. Insgesamt wurden knapp 3,5 Millionen Euro der Fördergelder für Ludwigshafen aus dem KIPKI-Programm in die Photovoltaikanlagen investiert.
Der zu viel produzierte Strom wird für die Bewirtschaftung weiterer städtischer Gebäude genutzt. Eine App, die TWL und Simon Process Engineering entwickelt haben, berechnet dafür die Stromkreisbilanz. „Dies gelingt, indem der überschüssige Strom der einzelnen Anlagen als virtuelles Kraftwerk durch das Energiemanagementsystem zusammengefasst wird und zeitgleich mit dem Verbrauch weiterer städtischer Gebäude bilanziell verrechnet wird, die keine PV-Anlage haben – praktisch eine erweiterte Eigenstromnutzung. Dadurch können städtische Gebäude, bei denen die Installation von PV-Anlagen nicht möglich oder sinnvoll ist, langfristig von nachhaltigem Strom profitieren“, erklärt der kaufmännische Vorstand von TWL, Dieter Feid.
Mit der App soll so viel Strom erzeugt werden, wie verbraucht wird. Das geschieht mit einer viertelstündlichen Messung der Stromerzeugungs- und Verbrauchsmengen. Die Daten werden kontinuierlich in die Strombilanz-App eingespeist. Der Strom wird also hundertprozentig durch die Stadt genutzt. Gleichzeitig spart die Stadt hohe Stromkosten und hebt die lokale Wertschöpfung. TWL steht als Ansprechpartner für die Technik bereit. Die Einsparung liegt höher als es mit einer üblichen EEG-Einspeisevergütung für den Überschussstrom möglich wäre.
TWL bietet somit ein vollständiges kommunales Strom-Bilanzkreismodell aus einer Hand: von der Konzepterstellung und Planung über die technische Umsetzung bis zum laufenden Betrieb des EEG-Kraftwerks sowie der PV-Anlagen inklusive Batteriespeicher und der kaufmännischen Betreuung mit einer nachvollziehbaren Abrechnung. Ebenfalls aufgebaut wurde ein Energie-Monitoringsystem, zugänglich für die Mitarbeitenden der Stadt Ludwigshafen und TWL.
Das erfolgreich umgesetzte Strombilanzkreismodell kann auch für weitere Kunden aufgebaut werden, erste Anfragen liegen bereits vor. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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