BriMel unterwegs
„Waldrauschen“ gepaart mit Visuals und Performance
- Waldrauschen mit "to661" am Mischpult und Visuals von Benjamin Jantzen
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Ludwigshafen. Am Abend des 26. Februar fand das erste Mal in diesem Jahr wieder die ART-Lounge im Wilhelm-Hack-Museum statt. In Kooperation mit dem DJ-Kollektiv „Waldrauschen“ verwandelte die ART-Lounge das Wilhelm-Hack-Museum in ein atmosphärisches Gesamterlebnis für alle Sinne. Elektronische Beats von „to661“ und „C7“ sowie Visuals von Benjamin Jantzen sorgten für eine außergewöhnliche Partystimmung.
Zuerst ging es aber ein Stockwerk tiefer zu der aktuellen Ausstellung von der anwesenden Künstlerin Ulla von Brandenburg, wo eine performative Intervention von und mit Benoit Résillot und Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe stattfand. Das ganze Areal hatte sich zum Thema „Von Rot bis Grün, alles Gelb vergeht“ mit Installationen in Farben, Tücher und Zelte verwandelt. Bemalte Stoffe, Videoprojektionen und Installationsansichten ließen einen innehalten und staunen.
Das vielschichtige Werk von Ulla von Brandenburg (geb. 1974, lebt und arbeitet bei Paris und in Karlsruhe) zeichnet sich durch eine vielfältige, medienübergreifende Praxis aus. Ihre Installationen verbinden Film, Zeichnung, Skulptur, Textilkunst, Tanz, Performance und Gesang zu räumlichen Erlebnissen, in denen sich die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum, Realität und Illusion auflösen. Den Referenzrahmen für von Brandenburgs Arbeiten bilden die kulturhistorischen und philosophischen Strömungen der Moderne. Vielfältige Bezüge zu Literatur und Kunstgeschichte, Zirkus, Anthropologie oder Spiritismus lassen einen dichten assoziativen Kosmos entstehen. Eingebunden in ein loses Narrativ reflektieren ihre Werke grundsätzliche Bedingungen des menschlichen Daseins und gesellschaftlichen Miteinanders, sei es das Verhältnis von Individuum und Gruppe oder die konstituierende Bedeutung von Rollenspielen und Ritualen.
Im Foyer des Wilhelm-Hack-Museums hatte sich eine Vielzahl von interessierten Menschen eingefunden, die teils zu den Ausstellungen und teils nur zum Chillen gekommen waren. Eine Cocktailbar sorgte für ausreichend Flüssigkeitszufuhr und der zusammengemixte Sound der beiden DJs passten hervorragend zusammen. Heute hatten sie für die bis ins gegenüberliegende Gebäude reichenden Visuals den außergewöhnlichen und erfolgreichen Benjamin Jantzen gewinnen können, der immer wieder neue phantastische Projektionen erleuchten ließ. Dem Publikum gefiel es. Eine Dame aus dem Publikum kam extra aus Mainz zu diesem Event. Frau Dr. Stefanie Meckes ist Fan von „Waldrauschen“ und freute sich, dass Kunst und „Waldrauschen“, deren Sound und Events über alle Grenzen bekannt ist, hier im Wilhelm-Hack-Museum eine Einheit bilden. Seit 2020 versucht sich nach Möglichkeit immer zu den Events zu kommen. Sie liebt die Kombination Musik und Visuals in Verbindung mit der Kunst. Dieses Konzept zieht sie an, denn man ist praktisch in der Kunst und das bei freiem Eintritt.
Um 20 Uhr sollte das Kabinettstück „Gesamtkunstwerk „Erzbuch!“ (Buch der Bücher) von Jonathan Meese und um 21 Uhr „Vom Klang der Bilder“ folgen. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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