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Preisverleihung für Schauspielkunst an Rainer Bock
- Daniela Kötz, Rainer Bock und Dr. Michael Kötz bei der Preisverleihung
- Foto: Brigitte Melder
- hochgeladen von Brigitte Melder
Ludwigshafen. Welch Glanz auf dem 21. „Festival des Deutschen Films“ in Ludwigshafen am Rhein! Am Abend des 2. September 2025 wurde der Preis für Schauspielkunst 2025 dem grandiosen Schauspieler Rainer Bock als „ein Wunderkind des Schauspielens“ überreicht.
Im vollbesetzten Zeltkino B mit 1.200 Kinobesuchern wurde kräftig applaudiert als Rainer Bock mit seinem neuen Film „Karla“ im Gepäck das Kinozelt betrat. In der Laudation von Dr. Michael Kötz sei er bereits 2018 als Möbelpacker zum Kandidaten für diesen „Preis für Schauspielkunst“ notiert worden und heute war es endlich so weit. In dem Gerichtsdrama „Karla“ spielt Rainer Bock einen Richter, der sich eines missbrauchten Kindes annimmt, das seinen Vater anklagen möchte.
Pressetext: Die zwölfjährige Karla ist daheim davongelaufen und sucht jemanden, der ihr zuhört. Sie möchte, dass ihr Vater für seine Grausamkeiten an ihr bestraft wird. Aber sie möchte keine Details ausbreiten, um die Taten nicht noch einmal zu durchleben. In Richter Lamy findet sie einen Mann, der ihr glaubt und bereit ist, den damals äußerst schwierigen Weg mit ihr gemeinsam zu gehen, in dieser Zeit den eigenen Vater wegen Missbrauchs zu verklagen. Rainer Bock spielt den Richter, der sich den Fall kindgerecht juristisch erarbeitet, seelisch so nah und angreifbar ist – besonders damals – ein solcher Vorwurf ohne Beweise. Ein filmisches Meisterstück, still und eindringlich, der Pflichtlektüre für Richter sein sollte, jenseits aller Klischees und moralistischer Empörung und deshalb mit umso größerer moralischer Intensität.
Dr. Michael Kötz begrüßte auch die mitgereiste Ehefrau von Rainer Bock und die Produzentin Melanie Blocksdorf, die dann ebenfalls auf die Bühne kam, eingerahmt von dem mit viel Lob bedachten Ehepaar Kötz. Der sympathische beeindruckende Schauspieler Rainer Bock war gerührt über diesen Preis und die wunderbaren Worte, die ihm zu teil wurden. Dr. Michael Kötz hatte viel recherchieren müssen, denn die Liste von Theater und Schauspiel war immens lang. Rainer Bock bedankte sich bei dem Ehepaar Kötz für dieses schon so viele Jahre eingebrachte Engagement, das sie in dieses wundervolle Projekt Jahr für Jahr stecken und mittlerweile ein Event ist, an dem jede Schauspielerin und jeder Schauspieler sehr gerne dabei sein würde. Eine große Ehre hier dabei zu sein! Und sogar ein bisschen Pfälzisch konnte der Norddeutsche und verließ die Bühne mit den Worten „Ach gugg emol do hie!“
Der Film brauchte nicht viele Worte, denn die schauspielerische Leistung sprach für sich. Das Thema „Kindesmissbrauch“ erschüttert immer wieder aufs Neue, gab es schon immer und wird es auch immer geben – meistens im nahen Umfeld. Die Dunkelziffer ist sehr hoch, deshalb ist es so wichtig nicht schweigen, sondern Kinder zu ermutigen, sich jemandem anzuvertrauen.
Rainer Bock war das Highlight des Tages auf dem roten Teppich, im Kino und beim anschließenden Filmgespräch. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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