Erfassung der Insektenvielfalt:
ORBEA Ludwigshafen beteiligt sich an Umweltprojekt
- Klaus Eisele (links) und Levin Hecke (beide ORBEA) warten im Maudacher Bruch ein Überwachungsgerät für bestimmte Insekten. ORBEA Ludwigshafen beteiligt sich am bundesweiten Umweltforschungsprojekt Lepidoptera Monitoring (LEPMON), das sich der automatisierten Erfassung nachtaktiver Insekten widmet. Lepidoptera bezeichnet die wissenschaftliche Ordnung der Schmetterlinge, zu denen auch Nachtfalter gehören. Ziel der Kooperation ist es, mithilfe moderner Kameratechnologie und künstlicher Intelligenz die Artenvielfalt von Nachtfaltern in der Region systematisch zu erfassen und wissenschaftlich auszuwerten.
- Foto: ORBEA
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Ludwigshafen, 16. September 2026 – Die ORBEA Ludwigshafen beteiligt sich am bundesweiten Umweltforschungsprojekt Lepidoptera Monitoring (LEPMON), das sich der automatisierten Erfassung nachtaktiver Insekten widmet. Lepidoptera bezeichnet die wissenschaftliche Ordnung der Schmetterlinge, zu denen auch Nachtfalter gehören. Ziel der Kooperation ist es, mithilfe moderner Kameratechnologie und künstlicher Intelligenz die Artenvielfalt von Nachtfaltern in der Region systematisch zu erfassen und wissenschaftlich auszuwerten. Die Initiative zur Beteiligung hatte der naturwissenschaftliche Verein Pollichia, der die lokale Einbindung in Rheinland-Pfalz koordiniert.
Im Rahmen des LEPMON-Teilprojekts „Nachtfalter in Städten“ ist Ludwigshafen eine von acht deutschen Städten, in denen das Monitoring durchgeführt wird. Pollichia-Mitgliedsvereine haben fünf Kamerafallen installiert in verschiedenen städtischen Zonen - vom dicht bebauten Stadtzentrum bis zu naturnahen Randlagen. Die ORBEA übernahm die Installation einer Kamerafalle im Naturschutzgebiet Maudacher Bruch. So sollen die Auswirkungen von Lichtverschmutzung, Bodenversiegelung und Pflanzenvielfalt auf die Insektenwelt untersucht werden.
„Nachtfalter sind wichtige Bestäuber und dienen als Nahrung für nachtaktive Tiere wie Fledermäuse. Sie gehören zu einem gesunden Ökosystem dazu, aber ihr Bestand geht zurück. Mit dem LEPMON-Projekt werden ihre Bestände systematisch erfasst, um ihre Rolle und den Rückgang besser zu verstehen“, erklärt Klaus Eisele, ehrenamtlicher Leiter der ORBEA Ludwigshafen. „Die ORBEA engagiert sich für die Erhaltung von Lebensräumen und biologischer Vielfalt. Daher unterstützen wir gemeinsam mit der Pollichia das zukunftsgerichtete LEPMON-Projekt.“
Das 2023 gestartete Projekt steht unter wissenschaftlicher Leitung der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Es ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Programms „Methoden der Künstlichen Intelligenz als Instrument der Biodiversitätsforschung“ (BiodivKI). „LEPMON trägt dazu bei, Menschen für Nachtfalter zu begeistern. Wir freuen uns sehr, dass Organisationen wie ORBEA bei unserem Monitoringprojekt helfen, wichtige Daten über diese verborgen lebende Insektengruppe zu sammeln“, sagt Gunnar Brehm, LEPMON-Projektleiter an der Uni Jena.
Zentrales Element des Projekts ist die Beteiligung der Öffentlichkeit: Über ein Webportal (https://lepmon.de/annot8/regist/) können Bürgerinnen und Bürger die im Rahmen des Projekts aufgenommenen Insektenbilder ansehen und dabei helfen, die Arten zu bestimmen. Diese Rückmeldungen verbessern die Leistung der künstlichen Intelligenz und tragen zur Qualität der Forschung bei.
Weitere Informationen
• Pollichia - Verein für Naturforschung, Naturschutz und Umweltbildung e. V.: www.pollichia.de
• Projekt LEPMON: https://lepmon.de
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Die Ornithologische Beobachtungsstation Altrhein (ORBEA Ludwigshafen) wurde 1960 in Ludwigshafen gegründet. Sie engagiert sich seit mehr als sechs Jahrzehnten für den Schutz von Vögeln, Biodiversität und natürlichen Lebensräumen im urbanen und industriellen Umfeld. Getragen wird die ORBEA ausschließlich von Ehrenamtlichen, die mit Fachwissen, Ausdauer und Leidenschaft vielfältige Aufgaben übernehmen - von Nistkastenpflege und Schwalbenschutz über Umweltbildung bis hin zu Forschungskooperationen und politischem Engagement. Heute betreut die ORBEA über 2.000 Nistkästen und mehr als 600 Schwalbennester, arbeitet mit Unternehmen und Universitäten zusammen und bietet jährlich zahlreiche Exkursionen, Vorträge und Schulprojekte an. Die Arbeit ist zu 100 Prozent ehrenamtlich und wird durch Spenden, Kooperationen und praktische Unterstützung ermöglicht. Mehr zur ORBEA: www.orbea-lu.de
Autor:Klaus-Peter Rieser aus Ludwigshafen |
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