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Feierliche Ehrung des „Netzwerks Organspende Ludwigshafen“

- Die Geehrten für das "Netzwerk Organspende Ludwigshafen"
- Foto: Brigitte Melder
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Ludwigshafen. Am 28. August gab es einen wundervollen Grund zum Feiern und dazu hatte das Klinikum Ludwigshafen erstmalig in seine Cafeteria eingeladen, die von Helferinnen und Helfern schön dekoriert und für die spätere Feier mit Häppchen und Getränkestand vorbereitet war. Für das vorbildliche Engagement, das herausragende Wirken und die qualitativ hochwertige Zusammenarbeit wurde von vielen Festgästen aus Medizin und Politik gedankt und die Zusammenarbeit des „Netzwerk Organspende Ludwigshafen - Wir helfen Leben“ ausgezeichnet. Das Netzwerk hatte seinen Ursprung im Klinikum und wurde deshalb für das außergewöhnliche Engagement der vier kooperierenden Krankenhäuser in einem deutschlandweit einzigartigen Zusammenschluss ausgezeichnet.
Musikalisch begleiteten auf der Violine Hiroaki und Takako Furukawa am Klavier auf exzellente Weise. Durch das Programm führte die Referentin der Ärztlichen Direktion Kerstin Koch-Bitsch. In charmanter Weise begrüßte sie und stellte die einzelnen Referenten vor.
Der Geschäftsführer des Klinikums Ludwigshafen Jan Stanslowski begrüßte die vielen Ehrengäste und Mitarbeiter, die zu dieser Feierstunde des Netzwerkes Ludwigshafen gekommen waren. Anerkennung für Fleiß an alle, die dies mitgestaltet haben, und Dank an die Transplantationsbeauftragten folgte. Das Netzwerk Organspende sei kein Sprint, sondern ein Marathon.
Der Ärztliche Direktor des Klinikums Prof. Dr. Markus Müller erläuterte die Historie und Aufgaben. Es sei ein Novum, dass die Veranstaltung hier unten gemacht würde und nicht im Konferenzraum. Er war voll des Lobes für alle und meinte, dass man sehr stolz sein könne. Die vier kooperierenden Kliniken haben an einem Strang gezogen. Er erwähnte Oberärztin Frau Dr. Kötteritzsch, die leider das Klinikum Ludwigshafen verlassen wird. Das Thema „Organspende“ liege ihm besonders am Herzen und hat ein Alleinstellungsmerkmal.
Auch Jutta Steinruck, noch als Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen fungierend, betonte, dass sie stolz darauf sei, Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen zu sein. Das heute sei nur ein kleiner Teil vom Mosaik. Es ist eine der größten Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann, Leben zu retten. Man wolle ein Zeichen setzen, aber es sei noch Luft nach oben.
Zu diesem besonderen Anlass war auch die Staatssekretärin vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz, Frau Nicole Steingaß, gekommen. „Wir haben alle ein Ziel, nämlich die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Wir müssen noch mehr bewegen!“ Mit Blick auf Jutta Steinruck lobte sie, dass Ludwigshafen stolz sein kann. Dank an die Deutsche Stiftung Organtransplantation und Freude darüber, dass sie das Netzwerk hier in Ludwigshafen auszeichnen dürfe.
Die geschäftsführende Ärztin DSO „Deutsche Stiftung Organtransplantation“ – Region Mitte – PD Dr. Ana Paula Barreiros lobte, dass es das erste Mal sei, dass ein vorbildliches Netzwerk (2008 von der Arbeitsgruppe „Organtransplantation“ durch Prof. Dr. med. Raoul Bergner vom Klinikum Ludwigshafen gegründet) geehrt wird und nicht nur ein einzelnes Krankenhaus. Bis zu zehn Jahre warten die Menschen auf eine Niere und die Warteliste sei lang. Sie lobte die gute Seele Kerstin Koch-Bitsch, die alles zusammenhalte. Anschließend bat sie alle Transplantationsbeauftragte nach vorne, um ihnen die Auszeichnungen und einen Präsentkorb zu überreichen.
Einen Vortrag über das „Netzwerk Organspende Ludwigshafen – wir helfen Leben“ hielten Herr Dr. Christian Urbanek und Frau Dr. Jana Kötteritzsch, die das letzte Mal hier im Klinikum ihren Auftritt hatte. Sie standen beide hier mit einer großen Dankbarkeit und wussten, dass es zu jeder Organspende immer auch eine zu Herzen gehende Geschichte gebe. Dank gebührt den Netzwerkern, denn nur gemeinsam kann man etwas so Großes schaffen, wenn alle an einem Strang ziehen. Bedenken müssen abgebaut werden. Das Netzwerk unter dem Slogan „Wir helfen Leben!“ wird stetig weiterentwickelt, die Mitglieder gehen in Schulen und Ausbildungswerkstätten, um aufzuklären.
Kerstin Koch-Bitsch wies auf den Banner hin „Garten der Erinnerung – ein Ort der Würdigung, des Gedenkens und der Stille“. Organspenderinnen und -spender aus dem Klinikum sollen in einer besonderen Art gewürdigt werden und einen Baum/Strauch gepflanzt bekommen. So können die Angehörigen jederzeit hier herkommen und innehalten. Frau Gabriele Bindert, Leiterin vom Grünflächenamt Ludwigshafen, wird hier tatkräftig unterstützen. Jede Spende komme dem Garten zugute.
Frau Dr. Kötteritzsch verabschiedete sich und freute sich, dass sie das Projekt noch mit auf den Weg gebracht hat. Dank an die Familien der Organspender und Dank an die Helfer*innen der heutigen Feier.
Zum Abschluss war Zeit für weiterführende Gespräche im Einklang mit einem kleinen wunderbaren Imbiss.
Pressetext: Der Mangel an Spenderorganen in Deutschland ist ein wichtiges und drängendes Thema im Gesundheitswesen: aktuell warten 8.150 Menschen deutschlandweit auf ein Organ – alle acht Stunden verstirbt einer von ihnen. In Ludwigshafen engagieren sich seit mittlerweile mehr als 15 Jahren Transplantationsbeauftragte der Krankenhäuser „Zum Guten Hirten“, „St. Marien- und Annastiftskrankenhaus“, der Berufsgenossenschaftlichen Klinik sowie des Klinikums Ludwigshafen, um diesen Missstand entgegenzuwirken und die Organspende zu fördern. Dabei sind im ärztlichen, pflegerischen und seelsorgerischen Bereich tätige Personen über religiöse Grenzen hinaus engagiert.
Neben der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen sich die beteiligten Kliniken bei einer Organspende auch untereinander. So wird Organspende zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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