Polizei schnappt 19-Jährigen: Callcenter-Betrüger zockte Ältere ab
- Ein 19-Jähriger sitzt nach Ermittlungen zu 18 Fällen von Call-Center-Betrug in Untersuchungshaft. Die Täter sollen ältere Menschen mit falschen Bankmitarbeiter-Anrufen um Bankkarten und PINs gebracht haben.
- Foto: Polizei Rheinland-Pfalz
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Ludwigshafen. Am Mittwoch, 14. Oktober, haben Spezialkräfte der Polizei einen 19-Jährigen in Ludwigshafen festgenommen. Der Mann steht im Verdacht, an einer Serie von Call-Center-Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen beteiligt gewesen zu sein. Am Donnerstag, 15. Oktober, kam er in Untersuchungshaft.
Seit Januar 2026 registrierten die Ermittler insgesamt 18 Taten, überwiegend im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Die Täter sollen sich am Telefon als Bankmitarbeiter ausgegeben und von angeblich verdächtigen Kontobewegungen berichtet haben. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz übergaben überwiegend ältere Betroffene daraufhin ihre Bankkarten samt PIN an angebliche Bankmitarbeiter, die an ihren Wohnadressen erschienen. Der Gesamtschaden liegt bei mehr als 48.000 Euro.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei Ludwigshafen ermittelten intensiv. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden Wohnungen in Ludwigshafen und Worms durchsucht. Einsatzkräfte stellten sechs Mobiltelefone, drei Schreckschusswaffen, einen Schlagring, ein Butterflymesser, zwei weitere Messer sowie Munition sicher. Der Haftrichter erließ wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs Untersuchungshaft gegen den 19-Jährigen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |