Gründung zwischen 1-Euro-Shop, Casino, Nagelstudio: Spielort der Komödie ist LUs Innenstadt
- Szene aus das Kaffeehaus
- Foto: Alen Ljubic/Theater Ludwigshafen
- hochgeladen von Julia Glöckner
Ludwigshafen. Die Komödie "Das Kaffeehaus" des italienischen Dramatikers Carlo Goldoni kehrt erneut auf die Bühne der Pfalzbau Bühnen zurück: Am Donnerstag, 23. April, und Freitag, 24. April, jeweils um 19.30 Uhr sowie am Samstag, 25. April, um 14.30 Uhr ist die Inszenierung von Tilman Gersch noch einmal zu erleben.
Gersch verlegt die turbulente Handlung in ein modernes Ludwigshafener Ambiente und erzählt mit viel Witz und Tempo von Träumen, Abgründen und Verwicklungen. Im Zentrum steht der junge Ridolfo, der sich mit der Eröffnung einer eigenen Kaffeebar seinen Lebenstraum erfüllt hat. Mit fair gehandeltem Kaffee, günstigen Preisen und freundlichem Service will er seinen Gästen einen Ort zum Wohlfühlen bieten – und sich zugleich eine sichere Existenz aufbauen.
Doch die Realität gestaltet sich schwieriger als gedacht: In unmittelbarer Nachbarschaft sorgen ein Spielcasino, Nagelstudios und 1-Euro-Shops für ein bunt gemischtes Publikum. Ridolfo wird zum Vermittler in Streitigkeiten, zum Tröster und Retter in der Not – und muss dabei auch noch seinen Laden am Laufen halten.
Der liebenswerte Ridolfo, der sich mit aller Kraft gegen die menschlichen Abgründe seiner Besucher und Nachbarinnen zur Wehr setzt, wird mit Charme und Chuzpe von der jungen Schauspielerin Josephine Thiesen gespielt, die auch souverän in sämtliche weitere weibliche Rollen des Stücks schlüpft. Daneben agieren Rainer Kühn, Mohammad Nick Nayeri, Jörg Malchow und Stefan Schießleder mit Sinn für die köstlichen Verwicklungen und den deftigen Humor. Die Ausstattung der Aufführung entwarf Petra Straß, die Live-Musik stammt von Frank Rosenberger. Die Inszenierung wurde dramaturgisch begleitet durch Barbara Wendland.
Regisseur Tilman Gersch sorgt mit originellen Regieeinfällen und viel Situationskomik für einen abwechslungsreichen und amüsanten Abend und zeigt mit einem Augenzwinkern Figuren, die einem irgendwie bekannt vorkommen. jg/red
Autor:Julia Glöckner aus Ludwigshafen |
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