Ideenschmiede "Alte Welt" in Reipoltskirchen
Bestandsaufnahme und Ausblick

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Reipoltskirchen. Das vergangene Jahr wurde für uns alle überschattet durch das Coronavirus. Dies hat auch das Team der Dorfraum-Entwickler in der Ideenschmiede in Reipoltskirchen zu spüren bekommen. Immer wieder wurden Planungen durcheinander geworfen, fielen Veranstaltungen aus, mussten neue Angebote und Formate entwickelt werden.

Trotz aller Einschränkungen konnten zahlreiche Treffen und Aktionen mit den Bewohnern der Alten Welt realisiert werden. Im Sommer tourte der Alte-Welt-Spielewagen durch die Dörfer der Alten Welt. Dabei wurden insgesamt 13 Ortschaften besucht. An den Aktionen beteiligten sich über 500 Personen. „Das erste Kennenlernen hat uns gut getan und die Zuversicht gegeben, das wir in der Region Fuß fassen und etwas bewegen können“, freuen sich die Dorfraum-Entwickler im Rückblick.

Doch als Anfang Herbst der nächste Lockdown in Kraft trat, wurden sie erneut ausgebremst. Aktionen konnten nur noch eingeschränkt im Rahmen der Corona-Regeln stattfinden. Mit einer begrenzten Zahl von Jugendlichen aus Gangloff und Umgebung wurden noch einige Treffen realisiert, um mit dem Forschungsprojekt der Dorfraumentwickler zu starten. Gemeinsam analysierten sie die Einbettung des Dorfes in die Landschaft und das umliegende Gebiet von Gangloff aus der Vogelperspektive. Dabei konnten erste Erkenntnisse gewonnen werden. Die vorbereiteten Interviews, mit den Dorfbewohnern fielen jedoch den nächsten Corona-Beschränkungen zum Opfer und warten seither auf ihre Umsetzung.

Kernthema der Dorfraum-Entwickler ist die Erforschung der Alten Welt mit und aus der Sicht von Jugendlichen. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von Professor Bernhard Haupert. Er gilt weithin als Experte für die Soziologie im ländlichen Raum. Außerdem ist seit Ende September der Sozialwissenschaftler Lukas Wirth ein festes Mitglied des Teams und steht dem Forschungsvorhaben mit seiner fachlichen Kompetenz zur Seite. 

Im Dezember starteten die Dorfraum-Entwickler trotz Corona mit einem neuen Projekt. Da Treffen nur in ganz kleinen Gruppen möglich sind, starteten sie zusammen mit den beiden Pfarrern Echternkamp und Best in den Gemeinden Finkenbach und Nußbach zwei digitale Schnitzeljagden. Mithilfe der Handy-App Actionbound mussten die Konfirmanden der beiden Ortsgemeinden knifflige Aufgaben lösen, mit Hilfe derer sie ihr Dorf neu kennen lernen konnten. Durch die vorherige Dorfbegehung und Befragung von Zeitzeugen wurden die Themen des jeweiligen Dorfes aufgegriffen und in die Schnitzeljagd eingebunden. Der Actionbound steht auch für weitere Gemeinden zur Verfügung und kann in der Ideenschmiede abgerufen werden. Zusätzliche digitale Angebote sind in Planung.

„Jetzt können wir auf ein Jahr zurückblicken in dem wir zwar nicht alles umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen haben. Aber, es ist uns gelungen zahlreiche Personen und Akteure der Alten Welt kennenlernen und wir hoffen inständig, dass wir bald wieder so starten können, wie wir es geplant hatten: Mit vielen Begegnungen in den Dörfern, aktivem Forschen mit Jugendlichen und breitgefächerten Angeboten in der Alte Welt“, zeigen sich die Entwickler hoffnungsvoll.

Da persönliche Begegnungen bis auf weiteres nur schwer oder gar nicht umsetzbar sind, wurde für die nächsten Wochen verstärkt auf digitale Ausweichmöglichkeiten gesetzt, um die übers Jahr aufgebauten Kontakte trotz Abstandsregelungen nicht abreißen zu lassen.

Darüber hinaus möchte das Team der Dorfraum-Entwickler in der Ideenschmiede in Reipoltskirchen mit den Bewohnern der Alten Welt in den Austausch treten. Das Team ist dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr unter der Nummer 063641757223 erreichbar. „Erzählt uns was bei euch los ist? Wie geht ihr mit dem Lockdown um? Was erlebt ihr in der Alte Welt? Und, was sind die Themen bei euch im Dorf. Mit diesen Infos können wir uns auf euch vorbereiten, mit Ideen und Angeboten, sobald es wieder los gehen kann“, ermutigen die Dorfraumentwickler zur Kontaktaufnahme. ps

Autor:

Tim Altschuck aus Kaiserslautern

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