Nur noch jeder Zweite: Kirche verliert massiv Mitglieder im Raum Landstuhl

Wenige Besucher in einer Kirche – die Zahl der Gläubigen ist in der Region seit Jahrzehnten deutlich rückläufig (Symbolbild) | Foto: Erik Stegner mit KI
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  • Wenige Besucher in einer Kirche – die Zahl der Gläubigen ist in der Region seit Jahrzehnten deutlich rückläufig (Symbolbild)
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Ein Detail in den neuen Zahlen des Bistums Speyer sticht besonders heraus – und zeigt, wie stark sich das kirchliche Leben in der Region verändert hat.

Von Erik Stegner
Landstuhl. Vor 45 Jahren gehörten im Raum Kaiserslautern noch mehr als 86.000 Menschen der katholischen Kirche an – heute sind es nicht einmal mehr 48.000. Die aktuellen Zahlen des Bistums Speyer zeigen einen dramatischen Rückgang, der auch in Landstuhl, Ramstein-Miesenbach, Bruchmühlbach-Miesau und Queidersbach deutlich spürbar ist.

Fast 40.000 Katholiken weniger seit 1980

Die Entwicklung ist eindeutig: Seit 1980 hat die katholische Kirche im Dekanat Kaiserslautern rund 40.000 Mitglieder verloren. Anders gesagt: Heute ist nur noch etwa jeder zweite Katholik übrig. Was früher selbstverständlich war – die Zugehörigkeit zur Kirche – ist für viele längst keine feste Größe mehr. Innerhalb einer Generation hat die Kirche fast jeden zweiten Gläubigen verloren.

Die Zahlen des Bistums Speyer zeigen die Entwicklung seit 1980: Deutlich weniger Mitglieder, stark gesunkene Gottesdienstbesuche und anhaltend hohe Kirchenaustritte. | Foto: Bistum Speyer
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Gottesdienstbesuch bricht massiv ein

Noch deutlicher zeigt sich der Wandel beim Blick in die Kirchen: Anfang der 1980er Jahre besuchten rund 20.000 Menschen regelmäßig den Gottesdienst, heute sind es nur noch gut 2.000. Die Kirchen sind damit heute so leer wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zwar ist der Anteil der Gottesdienstbesucher zuletzt leicht gestiegen und lag 2025 bei 4,6 Prozent. Doch dieser Anstieg relativiert sich schnell – das Niveau bleibt insgesamt sehr niedrig.

Kirchenaustritte bleiben ein zentraler Faktor

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind weiterhin die Kirchenaustritte. Im gesamten Bistum Speyer verließen 2025 mehr als 7.300 Menschen die katholische Kirche – kaum weniger als im Jahr zuvor. Die Kirche verliert damit Jahr für Jahr tausende Mitglieder – ein Trend, der sich seit Jahren verfestigt hat.

Weniger Taufen, weniger Trauungen

Auch bei den klassischen kirchlichen Lebensstationen zeigt sich der Wandel: Taufen, Erstkommunionen und Trauungen sind deutlich rückläufig. Lediglich die Zahl der Bestattungen bleibt vergleichsweise stabil – was auch mit der Altersstruktur der Mitglieder zusammenhängt.

Die katholische Kirche im Raum Kaiserslautern verliert seit Jahrzehnten Mitglieder – auch in Gemeinden rund um Landstuhl ist die Entwicklung deutlich spürbar. | Foto: Erik Stegner
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Von „Stabilisierung“ kann kaum die Rede sein

Im Bistum ist zwar von einer „gewissen Stabilisierung“ die Rede. Ein Blick auf die Zahlen zeigt jedoch: Von einer echten Trendwende kann keine Rede sein. Im Gegenteil – die Entwicklung deutet darauf hin, dass die Kirche weiter an Bedeutung verliert, auch in Gemeinden rund um Landstuhl, Ramstein-Miesenbach, Bruchmühlbach-Miesau und Queidersbach.

Großes Gebiet betroffen

Zum Dekanat Kaiserslautern zählen neben den genannten Kommunen auch die Stadt Kaiserslautern selbst sowie Orte wie Otterberg oder Enkenbach-Alsenborn. Damit umfasst die Entwicklung weite Teile von Stadt und Landkreis Kaiserslautern – und betrifft eine gesamte Region.

Ein schleichender Bedeutungsverlust

Die Entwicklung zeigt: Die Kirche verliert in der Region nicht nur Mitglieder – sondern zunehmend auch ihren Platz im Alltag vieler Menschen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ein zentraler Grund sind die anhaltend hohen Kirchenaustritte. Hinzu kommen gesellschaftliche Veränderungen: Für viele Menschen spielt Religion im Alltag eine geringere Rolle als früher.
Seit 1980 ist die Zahl der Katholiken im Dekanat Kaiserslautern von mehr als 86.000 auf knapp 48.000 gesunken. Damit hat die Kirche innerhalb einer Generation fast jeden zweiten Gläubigen verloren.
Der Gottesdienstbesuch ist seit Jahrzehnten rückläufig. Gründe sind unter anderem veränderte Lebensgewohnheiten, geringere Bindung an die Kirche und ein allgemein nachlassendes Interesse an religiösen Angeboten.
Derzeit nicht. Zwar gibt es leichte Schwankungen, etwa beim Anteil der Gottesdienstbesucher, doch insgesamt zeigt die Entwicklung weiter nach unten. Eine grundlegende Umkehr ist aktuell nicht erkennbar.

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Die katholische Kirche im Raum Kaiserslautern verliert seit Jahrzehnten Mitglieder – auch in Gemeinden rund um Landstuhl ist die Entwicklung deutlich spürbar. | Foto: Erik Stegner
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Erik Stegner aus Landstuhl

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