Nahversorgung im ländlichen Raum
Landfrauen in Mittelbrunn
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Bei den Mittelbrunner LandFrauen referierte Herr Marcus Klein, MdL,über das Thema Nahversorgung im ländlichen Raum und die Veränderungen, die viele Dörfer in den letzten Jahren betreffen. Er erläuterte, dass immer mehr kleine Geschäfte in den Ortschaften schließen müssen, darunter vor allem Metzgereien, Bäckereien sowie andere traditionelle Dorfläden. Gründe dafür sind unter anderem fehlende Nachfolger, steigende Kosten und verändertes Einkaufsverhalten. Als neue Form der Versorgung entstehen in größeren Dörfern zunehmend autonome Geschäfte, wie z.B. „Tante Enso“ auf der Atzel, oder es werden Lebensmittelautomaten aufgestellt. Diese Angebote sind meist 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche geöffnet und funktionieren weitestgehend ohne Personal. Auch im medizinischen Bereich zeigen sich deutliche Veränderungen. Immer mehr Hausarztpraxen schließen, da häufig keine Nachfolger gefunden werden. Stattdessen entstehen vermehrt medizinische Versorgungszentren (MVZ), in denen sich mehrere Fachärzte zusammenschließen und die Patienten versorgen. Auch die Banken und Sparkassen sind im Wandel. Viele Filialen in kleineren Orten werden geschlossen. In größeren Dörfern stehen häufig nur noch Geldautomaten oder Kontoauszugsdrucker zur Verfügung. Persönliche Beratungen werden in zentralen Filialen angeboten. Der interessante Vortrag zeigte deutlich, wie stark sich die Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum verändern und welche neuen Lösungen entstehen, um die Grundversorgung der Bevölkerung weiterhin sicherzustellen.
Autor:Vera Lang aus Landstuhl |
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