Weniger Unfälle, mehr Verletzte und Tote: Verkehrsbilanz in der Westpfalz alarmiert
- Die Verkehrsunfallstatistik 2025 zeigt: Zwar gab es insgesamt weniger Unfälle, doch mehr Menschen wurden verletzt oder getötet. Besonders Risikogruppen stehen im Fokus der Polizei.
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Westpfalz. Weniger Verkehrsunfälle, aber deutlich mehr Verletzte und Tote: Die Bilanz des Polizeipräsidiums Westpfalz für das Jahr 2025 zeigt eine besorgniserregende Entwicklung.
Weniger Unfälle, mehr Opfer
Insgesamt registrierte die Polizei 17.455 Unfälle – ein leichter Rückgang um 0,88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden deutlich um 10,4 Prozent auf 1.477 Fälle. Die Folgen sind gravierend: 1.652 Menschen wurden leicht verletzt, 241 schwer. 19 Personen kamen ums Leben, überwiegend Insassen von Autos.
Risikogruppen im Fokus
Besonders häufig betroffen waren Kinder, junge Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren sowie Senioren ab 65 Jahren. Diese Gruppen waren überdurchschnittlich oft in Unfälle mit Verletzten verwickelt. Bei den jungen Fahrern lag in 75 Prozent der Fälle die Hauptunfallursache bei ihnen selbst. Häufigste Gründe waren zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand.
Alkohol und Drogen als Risiko
Auch Alkohol und Drogen spielten weiterhin eine große Rolle. Bei entsprechenden Unfällen wurde mehr als ein Drittel der Beteiligten verletzt oder getötet.
Polizei setzt auf Kontrollen und Prävention
Um gegenzusteuern, setzte die Polizei im Jahr 2025 verstärkt auf Prävention und Kontrollen. Dabei ahndeten die Beamten Hunderttausende Tempo- und Abstandsverstöße. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |