Wohnungslos in Landau: Diese Hilfen gibt es für Betroffene
- Die Caritas hat in Landau über verdeckte Wohnungslosigkeit und konkrete Hilfsangebote informiert.
- Foto: Gereon Hoffmann
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Landau. Wohnungslosigkeit beginnt oft im Verborgenen. Darauf hat das Caritas-Zentrum Landau rund um den Tag der wohnungslosen Menschen aufmerksam gemacht und auf dem Landauer Wochenmarkt über Ursachen, Hilfen und Unterstützungsangebote informiert.
Am Samstag, 12. September, standen Sebastian Kuhnlein und David Berst von der Ambulanten Wohnungslosenhilfe für Gespräche bereit. Wie die Caritas mitteilt, war das Interesse am Infostand groß. Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich über Hintergründe und kamen mit den beiden Sozialarbeitern ins Gespräch.
Wohnungslosigkeit hat nach Angaben der Caritas sehr unterschiedliche Ursachen. Dazu zählen Zwangsräumungen, die Entlassung aus Haft oder nach einem längeren Klinikaufenthalt, familiäre Konflikte und Gewalterfahrungen. Hinzu kommen oft weitere Belastungen wie psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, Überschuldung oder Arbeitsunfähigkeit.
Beratung, Wohnraumsuche und weitere Unterstützung
Die Ambulante Wohnungslosenhilfe arbeitet in Landau eng mit der Stadt zusammen. Die Stadt stellt Notunterkünfte bereit. Das Team der Caritas unterstützt Betroffene bei der Suche nach neuem Wohnraum, hilft bei Anträgen und vermittelt Kontakte etwa zu Krankenkassen, Schuldnerberatung oder medizinischen Angeboten.
Für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchtproblemen gibt es laut Caritas zusätzlich Unterstützung durch den ambulanten Dienst des Pfalzklinikums. Eine Psychiaterin und eine Fachkrankenschwester besuchen die Notunterkünfte regelmäßig. Die Wohnungslosenhilfe stellt bei Bedarf den Kontakt her.
Nicht jede Wohnungslosigkeit ist sofort sichtbar. Menschen ohne eigene Wohnung kommen nach Angaben der Caritas gerade am Anfang oft noch bei Freunden oder Bekannten unter. Deshalb bleibe das Problem häufig zunächst verdeckt.
Wie viele Menschen in Landau tatsächlich betroffen sind, lässt sich laut Caritas nur schwer beziffern. Menschen, die dauerhaft auf der Straße leben, seien oft schwer zu erreichen. Negative Erfahrungen, Unsicherheit und Angst erschwerten den Zugang zu Hilfen. Auch eine Unterbringung in einer Notunterkunft lehnen manche Betroffene ab.
Das Caritas-Zentrum Landau will Wohnungslosigkeit möglichst früh verhindern. Dazu gehört die Fachberatungsstelle zur Wohnraumsicherung für Menschen, die vom Verlust ihrer Wohnung bedroht sind. Das Projekt Housing First vermittelt eigenen Wohnraum und unterstützt Menschen dabei, von einem sicheren Zuhause aus neue Perspektiven zu entwickeln.
Caritas und Stadt suchen weiterhin geeigneten Wohnraum, weil der Bedarf hoch bleibt. Wer Wohnraum anbieten kann oder die Arbeit unterstützen möchte, erreicht das Caritas-Zentrum Landau telefonisch unter 06341 93550, per E-Mail an caritas-zentrum.landau@caritas-speyer.de oder online unter www.caritas-zentrum.landau.de. Eine Online-Beratung gibt es unter www.beratung-caritas.de.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |