Neue Vorsorgemappe für Landau und SÜW: Wichtige Unterlagen für den Notfall kostenlos erhältlich
- Gut vorbereitet: Eine Vorsorgemappe kann Angehörige und Vertrauenspersonen im Ernstfall entlasten.
- Foto: Stadt Landau
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Landau. Wenn nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung plötzlich wichtige Entscheidungen anstehen, hilft oft nur eins. Gute Vorbereitung. Genau dafür gibt es jetzt eine neue Auflage der Vorsorgemappe der gemeinsamen Betreuungsbehörde von Stadt Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße.
Die fünfte Auflage liegt ab sofort kostenlos aus. Bürgerinnen und Bürger bekommen die Mappe im Bürgerbüro der Stadt Landau im Rathaus, im Kreishaus sowie in den Dienstgebäuden 2 und 3 der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße. Außerdem geben alle Verbandsgemeindeverwaltungen im Landkreis die Mappe aus.
Was in der Mappe steckt und wofür sie gedacht ist
Die Vorsorgemappe sammelt wichtige persönliche Informationen und Unterlagen an einem Ort. Dazu zählen zum Beispiel Kontaktdaten von Angehörigen und Vertrauenspersonen, Angaben zu Medikamenten und Allergien sowie Informationen und Vordrucke rund um Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Auch ein Organspendeausweis liegt bei.
Außerdem bietet die Mappe Platz, um persönliche Wünsche für den Notfall und für die Zeit nach dem Leben festzuhalten. Beim Thema Bestattung weist die Betreuungsbehörde darauf hin, dass das neue Bestattungsgesetz des Landes Rheinland-Pfalz zusätzliche Möglichkeiten schafft. Neben den bisherigen Bestattungsformen lassen sich künftig auch neue, individuelle und naturnahe Formen umsetzen. Wer konkrete Wünsche hat, sollte sie deshalb möglichst zu Lebzeiten schriftlich festhalten.
SÜW-Landrat Dietmar Seefeldt und Landaus Sozialdezernentin Lena Dürphold werben dafür, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Seefeldt und Dürphold betonen, dass Vorsorge Übersicht schafft und Angehörige sowie Vertrauenspersonen in schwierigen Situationen entlastet.
Wie die gemeinsame Betreuungsbehörde mitteilt, sollten Menschen die Unterlagen sorgfältig ausfüllen, regelmäßig aktualisieren und an einem sicheren, zugleich gut zugänglichen Ort aufbewahren. Wichtig ist auch, eine Vertrauensperson darüber zu informieren, wo die Vorsorgemappe liegt. Bei Fragen, insbesondere zu Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, können sich Bürgerinnen und Bürger an die Betreuungsbehörde und die Betreuungsvereine wenden. Bei medizinischen Fragen rund um die Patientenverfügung empfiehlt sich eine Beratung durch die Hausärztin oder den Hausarzt.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |