Edenkobener Vortragsreihe erklärt wichtige Vorsorge für den Ernstfall
- Publikum verfolgt einen Vortrag im Wappensaal.
- Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben und Pflegestützpunkt Edenkoben – Herxheim – Offenbach
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Edenkoben. Wer entscheidet, wenn man selbst nicht mehr handlungsfähig ist? Mit dieser Frage beschäftigte sich der jüngste Vortrag der Montagsreihe im Wappensaal. Die Reihe informiert ältere Menschen und Interessierte über wichtige Themen rund ums Älterwerden.
Rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer hörten den Vortrag zu Vollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Eberhard Frankmann, Erster Beigeordneter, begrüßte die Gäste. Ute Wilhelm vom Pflegestützpunkt Edenkoben – Herxheim – Offenbach lud anschließend zum Austausch ein. Auch die Seniorenbeauftragte der Stadt Edenkoben, Petra Feig, und die GemeindeschwesterPlus Katharina Rösch standen für Gespräche zur Verfügung.
Diese Unterschiede erklärte die Referentin
Corina Gruß, Geschäftsführerin des SKFM-Betreuungsvereins für den Landkreis Südliche Weinstraße, stellte die verschiedenen vorsorgenden Verfügungen vor. Sie erklärte unter anderem die Unterschiede zwischen General-, Einzel- und Bankvollmacht sowie zwischen Vollmacht und Betreuungsverfügung.
Bei einer Vollmacht beauftragt die betroffene Person selbst einen Bevollmächtigten. Bei einer Betreuung setzt das Amtsgericht den Betreuer ein. Gruß informierte außerdem über die Patientenverfügung für medizinische Behandlungen oder Nichtbehandlungen im Fall einer Einwilligungsunfähigkeit. Auch das seit drei Jahren mögliche Ehegattenvertretungsrecht gehörte zum Vortrag.
Die Referentin machte deutlich, dass jeder Mensch selbst entscheiden muss, welche vorsorgende Verfügung zu ihm passt. Die Zuhörerinnen und Zuhörer bewerteten den Abend als verständlich und hilfreich. Die Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben und der Pflegestützpunkt Edenkoben – Herxheim – Offenbach organisieren die Vortragsreihe gemeinsam mit den Seniorenbeauftragten der Verbandsgemeinde Edenkoben.
Diese Vorträge folgen im Oktober
Am Montag, 5. Oktober, spricht Sanitätsrat Dr. med. Volker Thorn um 18 Uhr über altersbegleitende Schwerhörigkeit. Thorn arbeitet als HNO-Arzt am Marienring in Landau.
Am Montag, 12. Oktober, folgt um 18 Uhr der Vortrag „In Zukunft barrierefrei! – Basiswissen barrierefreie und altersgerechte Wohnumgebung“. Nicole Siepe von der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vermittelt dazu Grundlagen.
Die Vorträge richten sich an ältere Menschen sowie an alle, die sich frühzeitig mit dem Älterwerden beschäftigen möchten. Angehörige und weitere Interessierte können ebenfalls teilnehmen. Weitere Informationen gibt es unter www.vg-edenkoben.de/senioren.
Autor:Annina Ksionsek aus Landau |