Zu viele Goldfische im Schwanenweiher: Stadt startet Abfischaktion
- Der Landauer Schwanenweiher braucht Entlastung
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Landau. Am Schwanenweiher im Ostpark stehen in den kommenden Wochen weitere Eingriffe an. Die Stadtverwaltung will die ökologische Situation stabilisieren und die Lebensbedingungen für Fische und Wasservögel sichern.
Ein Auslöser ist ein großer Bestand an Goldfischen, die Unbekannte im vergangenen Jahr im Schwanenweiher ausgesetzt haben. Goldfische gehören nicht zur heimischen Tierwelt. In großer Zahl können sie einem Gewässer schaden, weil sie sich schnell vermehren, zusätzliche Nährstoffe ins Wasser bringen und die Unterwasservegetation beeinträchtigen.
Elektrobefischung und zeitweise Einschränkungen auf den Wegen
Zuerst versuchte das städtische Umweltamt, den Bestand mit natürlichen Fressfeinden wie Hechten und Flussbarschen zu reduzieren. Das brachte nicht den gewünschten Erfolg. Deshalb fischen Fachkräfte die Goldfische nun ab. Sie setzen dafür Elektrobefischung ein. Die gefangenen Fische gibt die Stadt anschließend als Tierfutter ab.
Während der Arbeiten kann es zeitweise zu Einschränkungen auf den Wegen rund um den Schwanenweiher kommen. Die Stadt bittet die Besucherinnen und Besucher des Ostparks um Verständnis.
Neben den Goldfischen belastet auch die hohe Zahl an Enten und Gänsen den Weiher. Ihr Kot erhöht die Nährstoff- und besonders die Stickstoffbelastung im Wasser. Das begünstigt Algenwachstum, verschlechtert die Wasserqualität und kann für Fische problematisch werden. Um die Sauerstoffversorgung zu verbessern, setzt die Stadt bereits Wassersprudler ein.
Zusätzlich stellt die Stadt in den kommenden Wochen weitere Zäune rund um den Schwanenweiher auf. Damit will sie die Zahl der Wasservögel am Gewässer reduzieren. Nach Angaben der Stadt halten sich dort im Jahresdurchschnitt rund 70 Enten und Gänse auf. Das sei ein Vielfaches dessen, was der Weiher dauerhaft verkraften kann. Jährlich gelangten dadurch rund 20 Tonnen Kot in den Weiher. Außerdem fressen die Tiere Wasserpflanzen und auch mehrfach eingesetzte Seerosen.
Bürgermeister und Umweltdezernent Lukas Hartmann warnt vor gut gemeinten Aktionen im Park: „Was oft als Tierliebe gemeint ist, hat leider häufig den gegenteiligen Effekt“, sagt Hartmann. „Das Füttern von Wasservögeln und das Aussetzen von Fischen belasten den Schwanenweiher erheblich und verschlechtern langfristig auch die Lebensbedingungen der Tiere. Unser Ziel ist ein gesundes Gleichgewicht im Gewässer – davon profitieren Mensch, Natur und Tier gleichermaßen.“
Die Stadtverwaltung appelliert deshalb an alle Besucherinnen und Besucher, die bestehenden Verbote zu beachten. Weder Fische noch Wasservögel dürfen gefüttert werden. Auch Futter auf angrenzenden Rasenflächen auszustreuen, soll unterbleiben.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |