Jahresprogramm im Landauer Zoo bietet wieder eine Fülle von Angeboten für die ganze Familie
Von talentierten Vögeln und dem Leben in und am Wasser

Peter Buchert (DGHT), Sanitätsrat Dr. Helmuth Back, Beigeordneter Alexander Grassmann, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des Jahresprogramms.
  • Peter Buchert (DGHT), Sanitätsrat Dr. Helmuth Back, Beigeordneter Alexander Grassmann, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des Jahresprogramms.
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Landau. „Leben im und am Wasser – Ein Jahr zum Schutz von Pinguin, Otter und Co.“ ist in diesem Jahr ebenso Inhalt des Jahresprogramms im Landauer Zoo wie der Beo als Zootier des Jahres, ein Star, dessen Talent ihm zum Verhängnis wird, oder auch die Sensibilisierung zu nachhaltigem Verhalten und die richtige Terrarientierhaltung. Entsprechend breit gefächert ist wieder das umfangreiche und Jahr für Jahr vielfältiger werdende Veranstaltungsangebot des Landauer Zoos, das Landaus Beigeordneter und Zoodezernent Alexander Grassmann, Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel, Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein, der Vorsitzende des Freundeskreises Zoo Landau e.V. San.-Rat Dr. Helmuth Back und Peter Buchert für die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) vorstellten.
Zoologin Dr. Christina Schubert führte aus, warum Leben in und am Wasser in den Fokus der internationalen Zooarbeit gerückt ist. Wenn bereits 76 Prozent der weltweiten Fischbestände in vollem Maß ausgebeutet oder sogar überfischt sind und dabei acht Milliarden Kilogramm unerwünschter Beifang jährlich unnütz verworfen wird, dann könnte bei weiterer Überfischung die Nahrungsmittelfischerei bis 2050 völlig zusammenbrechen. Es ist höchste Zeit, dass wir anfangen zu fragen: „Welcher Fisch“ … ist für Fang und Verzehr überhaupt noch der richtige? Die Frage „Which fish?“ ist der Titel der für zwei Jahre angesetzten Umweltschutzkampagne des Europäischen Zoo und Aquarienverbandes EAZA, das im Landauer Zoo ebenfalls wieder von Zoo, Zooschule und Zoofreundeskreis aufgegriffen wird.
Auf Schutz angewiesen ist aber auch der Beo, der wegen seiner Stimmfreudigkeit besonders im asiatischen Raum als vielgehandeltes Objekt an den Rand der Ausrottung gebracht wurde. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen und Spenden für zwei Schutzprojekte vor Ort zu sammeln, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) den Beo zum „Zootier des Jahres 2020“ ernannt. Im Jahresprogramm hat auch der Vogelschutz einen besonderen Platz.
Insgesamt stehen neben dem umfangreichen Ferienprogramm der Landauer Zooschule über 40 Einzelveranstaltungen im Veranstaltungskalender des Landauer Zoos, wie Dr. Gudrun Hollstein ausführte.
Die Zooschule als Lernort für Nachhaltigkeit leiste schon seit Jahrzehnten besondere Bildungsarbeit und habe auch im vergangenen Jahr wieder Auszeichnungen erhalten. Das Angebot sei an Kindern wie auch Erwachsenen ausgerichtet und berücksichtige Menschen mit Handicap ebenso wie Demenzpatienten. Ein Highlight sind auch in diesem Jahr wieder die Zoojugendspiele für vierte Schulklassen am 3. und 4. Juni. Besonderheiten seien aber auch die Zertifizierung von jugendlichen Terrarientierhaltern oder der Streichelzoo-Führerschein und die speziellen Familienangebote.
Mit Hochdruck wird an der Fertigstellung der neuen Anlage für besonders bedrohte Tierarten der Philippinen, die auf dem alten Streichelzoogelände entsteht, gearbeitet, So Dr. Helmuth Back Hierin werden nicht nur die stark bedrohten Prinz-Alfred-Hirsche und die Visayas Mähnenschweine, die bereits in Landau leben, umziehen, es werden auch ein paar neue Gesichter hinzukommen. Den ersten Tiertransfer des Jahres gab es bereits mit der Ansiedlung von Beos aus dem angelaufenen Schutzprogramm für die bedrohten Starenvögel. 3400 Mitglieder zählt inzwischen der Förderverein, der wieder in vielfacher Weise auf die Wünsche des Zoos eingehen und dessen Arbeit unterstützen konnte.
Das Jahresprogramm startet für interessierte Erwachsene mit Voranmeldung am Valentinstag (14. Februar) mit einer Zooführung zum Thema „Liebe bei Tieren“, zu der auch ein kleiner Sektempfang gehört. Jeweils einmal im Monat gibt es weitere öffentliche Sonntagsführungen, in der auf besondere tiergärtnerische Themen eingegangen wird. Spezielle Abendführungen gibt es für Familien während der Sommermonate. Neben dem traditionellen Oster- und Sommerfest steht ein Herbstfest ganz im Zeichen des Kürbisses auf dem Programm. Während der Adventszeit bietet die Zooschule neben Bastelworkshops für Kinder auch einen Adventssonntag unter der Überschrift „Tiere im Winter“ für die ganze Familie an. Zu den Themenführungen gehört auch der Blick auf die Arbeit des Zootierarztes, der ausführen wird, was Sache ist, wenn der Tiger Zahnweh hat.
Auch das Thema Tierschutz hat natürlich wieder seinen Platz im Programm. Am 15. und 16. Februar findet in Zusammenarbeit mit der DGHT ein Workshop mit dem Thema „Terrarientiere richtig halten und pflegen statt“. In diesem zweitägigen Workshop für Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren werden die Kinder erfahren, dass lebende Tiere Bedürfnisse haben und keine Spielzeuge sind. Sie werden verschiedene Tiere kennenlernen, die sich zur Haltung in Terrarien eignen. Am Beispiel einer Bartagame werden sie zudem exemplarisch lernen, wie ein Terrarium eingerichtet wird, um die Ansprüche der Tierart zu erfüllen und wie die Echsen darin gepflegt werden sollten.
Aber das Bildungsprogramm der Zooschule geht noch viel weiter. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) sowie dem Eigenbetrieb WertstoffWirtschaft (EWW) des Landkreises Südliche Weinstraße und der Zooschule werden interessierten Kitagruppen und Schulklassen verschiedener Stufen kostenlos Gutscheine für den Zooschulunterricht angeboten. Hierin geht es um den Umgang mit Abfall, Abfallvermeidung, Recycling und Upcycling. Rund um das wichtige Thema Artenschutz drehen sich zwei Termine der Kinder-Uni, das vom Rotary-Club Landau gesponserte zweitägige Outdoorcamp, eine Veranstaltung zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt sowie der große Pinguinaktionstag, den der Zoo mit der Artenschutzorganisation „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ durchführt.
Für Reptilienfreunde steht darüber hinaus der schon traditionelle „Schildkrötenstammtisch“, der vierteljährlich in Kooperation mit der DGHT in der Zooschule stattfindet, auf dem Programm. Ebenfalls eher für das erwachsene Publikum gedacht ist ein literarischer Abend mit einer Lesung des Teams der „Wortschau“.
Der Freundeskreis Zoo Landau e.V. wird sich in diesem Jahr erneut im Rahmen des Deutschen Zooförderertages mit einem Infostand im Zoo präsentieren. Es stehen zwei ein- bzw. mehrtägige Ausflüge des Freundeskreises auf dem Programm, es wird wieder eine exklusive Zooführung für Mitglieder des Fördervereins und dessen Sponsoren geben und eine spezielle Führung für die Tierpaten. Das aktive Team des Freundeskreises ist darüber hinaus an der Gestaltung diverser Veranstaltungen beteiligt.
Weitere Infos unter www.zoo-landau.de, www.zooschule-landau.de und www.zoofreunde-landau.de kl

Autor:

Thomas Klein

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