Parken in Landau: Stadt erinnert an neue Parkregeln in vier Vierteln
- Vandalismus im Malerviertel: Mehrere neue Parkscheinautomaten wurden mit Lackfarbe besprüht
- Foto: Stadt Landau
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Landau. Wer im Malerviertel, an der Horstschanze, im Fliegerviertel oder in der Godramsteiner Straße parkt, muss seit Mitte Juli genauer hinschauen. Nach einer einwöchigen Informationsphase ahndet die Stadt Landau Verstöße inzwischen regulär. Gleichzeitig meldet die Verwaltung Vandalismus an neuen Parkscheinautomaten.
Nach Angaben der Stadt gilt in den betroffenen Zonen: Parken ist nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt. Dazu braucht es einen gültigen Parkschein oder eine entsprechende Parkberechtigung. Die Zonenbeschilderung steht an allen Zufahrten zum Maler- und Fliegerviertel. Innerhalb der Zone wiederholt die Stadt die Schilder nicht an jeder Straße.
Weniger Chaos, mehr Sicherheit auf Straßen und Gehwegen
Bürgermeister Lukas Hartmann, zukünftiger Verkehrsdezernent, sagt: „Uns ist klar, dass die Änderungen gerade im Malerviertel kontrovers diskutiert werden. Deshalb haben wir uns in der ersten Woche bewusst dafür entschieden, zunächst zu informieren statt direkt zu verwarnen. Mittlerweile ist die Übergangsphase beendet und die Regelungen gelten wie angekündigt“.
Hartmann begründet die Maßnahme vor allem mit Sicherheit und Erreichbarkeit. „In vielen Straßen gerade im Malerviertel konnten Feuerwehr, Rettungsdienst oder auch die Müllabfuhr ihre Aufgaben nicht zuverlässig erfüllen, weil Fahrzeuge zu eng parkten und die erforderlichen Durchfahrtsbreiten nicht eingehalten wurden. Gleichzeitig waren zahlreiche Gehwege durch parkende Autos so stark eingeengt, dass Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen sie oft nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen konnten. Genau diese Probleme lösen wir mit dem Parkraummanagement.“
Durch die Neuordnung der Parkflächen fielen laut Stadt vor allem im Malerviertel Parkmöglichkeiten weg. Dabei habe es sich häufig um Flächen gehandelt, auf denen schon bisher nicht hätte geparkt werden dürfen. Hartmann erklärt dazu: „Unsere Mitarbeitenden haben jede Straße einzeln betrachtet, um trotz der rechtlichen Vorgaben und der Sicherheitsanforderungen möglichst viele legale Parkplätze zu erhalten“.
Die Stadt will mit dem Parkraummanagement außerdem den vorhandenen Parkraum gerechter nutzen. Erfahrungen aus anderen Parkquartieren zeigten, dass durch Bewirtschaftung Garagen wieder genutzt, private Stellplätze aktiviert und Fahrzeuge häufiger auf privaten Flächen abgestellt werden. So entstünden im öffentlichen Raum mehr Parkplätze für Menschen ohne eigene Stellplätze.
Zusätzlich verurteilt die Stadt mutwillige Schäden an den neuen Parkscheinautomaten im Malerviertel. Im Bereich der Berufsbildenden Schule habe jemand Automaten bereits vor der Inbetriebnahme mehrfach mit Lackfarbe beschädigt. Dabei entstand laut Stadt ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Hartmann sagt: „Unabhängig davon, wie man die neuen Regelungen bewertet: Vandalismus hilft niemandem und verursacht letztlich Kosten, die die Allgemeinheit trägt“.
Wer sich ausführlicher informieren will, findet laut Stadt Hintergründe in einer Folge des städtischen Podcasts #immerwaslosinLD mit Hartmann. Die Folge gibt es auf bekannten Podcast-Plattformen sowie unter immerwaslosinld.podigee.io.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |