Neues Spezialfahrzeug in Landau: So hilft der CBRN-Erkunder im Ernstfall
- Im Anschluss an die offizielle Übergabe machten sich die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Politik einen Eindruck von Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten des neuen Erkundungswagens
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Landau. Wenn bei einem Einsatz unklar ist, ob Chemie oder Strahlung in der Luft liegt, zählt schnelle Mess-Technik. Genau dafür hat die Feuerwehr Landau jetzt einen neuen CBRN-Erkundungswagen offiziell in Dienst gestellt.
Bei einem Termin an der Feuerwache Landau übergab Bundestagsabgeordneter Thomas Gebhart den Fahrzeugschlüssel an den Führer des Gefahrstoffzuges der Stadt Landau, Michael Baur. Mit dabei waren Oberbürgermeister Dominik Geißler, Beigeordnete Lena Dürphold, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtrat, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz, Polizei und befreundeten Feuerwehren.
- Offizielle Indienststellung: Bundestagsabgeordneter Thomas Gebhart (3.v.l.) übergibt den Schlüssel für den neuen CBRN-Erkunder im Beisein vom Oberbürgermeister Dominik Geißler (2.v.l.) und BKI Stefan Krauch (links) an die Führung des Gefahrstoffzuges Michael Baur (2.v.r.) und Christian Sierl
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Was der CBRN-Erkunder kann und warum das wichtig ist
CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Der neue Erkunder hat moderne Messtechnik. Damit können Einsatzkräfte unter anderem chemische und radioaktive Belastungen aufspüren und messen, Proben nehmen und Daten zu einem Schadensereignis erfassen.
Die digitale Ausstattung ermöglicht außerdem, Messdaten schnell zu verarbeiten und an die Einsatzleitung weiterzugeben. Ein Vorteil der neuen Generation ist, dass das Team Messungen kontinuierlich auch während der Fahrt durchführen kann. So lassen sich Gefahrenbereiche schneller erkunden und wichtige Informationen für die Einsatzleitung gewinnen.
Das Fahrzeug gehört zu bislang 395 neuen CBRN-Erkundungswagen, die der Bund derzeit über die Länder bereitstellt, um den Bevölkerungsschutz zu stärken. Der Landauer Gefahrstoffzug nahm den neuen Erkunder bereits im Januar in Bonn in Empfang. Seitdem machten sich die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in zahlreichen Schulungsstunden mit der Technik und der Bedienung vertraut.
Oberbürgermeister Dominik Geißler sagte dazu: „Wir erleben weltweit gerade sehr deutlich, dass Krisen und Gefahrenlagen schnell eine ganz neue Dimension bekommen können“, und weiter: „Das zeigt uns: Vorsorge und ein gut aufgestellter Bevölkerungsschutz sind wichtiger denn je. Mit dem neuen CBRN-Erkunder haben wir in Landau jetzt zusätzliche Möglichkeiten, Gefahren schnell zu erkennen und unsere Einsatzkräfte gezielt zu unterstützen. Und bei aller Freude über die moderne Technik darf eines nicht vergessen werden: Sie ist nur so gut wie die Menschen, die sie bedienen. Deshalb gehört zu einem starken Bevölkerungsschutz für mich immer auch ein starkes Ehrenamt. Beides müssen wir in Landau erhalten und weiter stärken.“
Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Stefan Krauch betonte: „Der neue Erkunder gibt uns die Möglichkeit, bei besonderen Gefahrenlagen schnell und zuverlässig zu messen und damit ein möglichst genaues Lagebild zu bekommen“, und ergänzte: „Das ist entscheidend, um unsere Einsatzmaßnahmen richtig zu planen und Bevölkerung und Einsatzkräfte zu schützen. Die Möglichkeit, Messungen kontinuierlich während der Fahrt durchzuführen und die Daten digital zusammenzuführen, ist für unsere Arbeit ein deutlicher Zugewinn. Unser Dank gilt dem Bund für die Beschaffung und Bereitstellung des Fahrzeugs.“
Laut Stadtverwaltung Landau kostet ein Fahrzeug dieser Art rund 311.000 Euro. In Landau ergänzt es eine bereits vorhandene Ausstattung. Die Feuerwehr hat außerdem einen Gerätewagen Messtechnik des Landes Rheinland-Pfalz. Damit stehen am Standort zwei moderne Einsatzmittel für die Erkundung und Messung bei Gefahrstoff- und Strahlenlagen zur Verfügung.
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |