Neue Messstationen in Landau: Was KI-Ampeln mit der Luft zu tun haben
- Wer in den vergangenen Tagen in Landau unterwegs war, hat sie vielleicht bereits entdeckt: die neuen grauen Kästen an der Kreuzung Schlossstraße/Xylanderstraße und wie hier zu sehen an der Kreuzung Maximilianstraße/Paul-von-Denis-Straße/Rheinstraße. An großen Kreuzungen in Landau messen neue Stationen die Luft. Die Daten sollen zeigen, was eine smartere Ampelsteuerung verändert.
- Foto: Stadt Landau
- hochgeladen von Katharina Wirth
Landau. An zwei großen Kreuzungen in Landau sind in den vergangenen Tagen neue graue Kästen aufgetaucht. Dahinter steckt ein Forschungsprojekt, das prüfen soll, ob eine intelligentere Ampelsteuerung den Verkehr flüssiger macht und damit auch die Luftqualität beeinflusst.
Die Stadt hat dafür zwei Umweltmessstationen installiert. Sie stehen an den Kreuzungen Maximilianstraße, Paul-von-Denis-Straße, Rheinstraße sowie Schlossstraße, Xylanderstraße. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gehören die Anlagen zum Forschungsprojekt AIAMO des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.
Was die Stationen messen und wofür Landau die Daten braucht
Die Sensoren erfassen künftig unter anderem Luftschadstoffe und weitere Umweltdaten entlang stark befahrener Verkehrsachsen. Das Projekt will wissenschaftlich untersuchen, wie sich eine intelligente Verkehrssteuerung auf die Luftqualität auswirkt.
AIAMO erprobt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mobilitätsmanagement. Landau bildet dabei gemeinsam mit Leipzig eine Modellregion. Als Mittelstadt mit täglich rund 37.000 Pendlerbewegungen sieht das Projekt in Landau eine passende Testumgebung.
Intelligente Ampeln
In Landau liegt der Schwerpunkt auf einer optimierten Ampelsteuerung entlang der Hauptverkehrsachsen. Das Projekt plant, die Versatzzeiten zwischen den Ampeln dynamisch anzupassen. So soll der Verkehr flüssiger laufen und Stop-and-go-Verkehr sinken. Dafür liefern die neuen Umweltmessstationen Vergleichsdaten. Zuerst erfassen sie Messwerte im aktuellen Verkehrsablauf. Später sollen diese Daten helfen, Veränderungen nach einer Optimierung der Ampelschaltungen zu bewerten.
Oberbürgermeister Dominik Geißler sagt: „Mit den Umweltmessstationen schaffen wir eine wichtige Grundlage, um die Auswirkungen moderner Verkehrssteuerung auf die Luftqualität in Landau nachvollziehbar zu untersuchen“. Außerdem erklärt er: „Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Mobilität effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Unser Ziel ist ein möglichst flüssiger Verkehr mit weniger unnötigen Haltevorgängen.“
Die technische Optimierung der Ampelsteuerung bereitet das Projekt derzeit in einem sogenannten Digitalen Zwilling vor und testet sie dort. Einen konkreten Termin, wann die neuen Steuerungsverfahren in Landau starten, gibt es aktuell noch nicht.
Weitere Informationen finden Interessierte unter www.aiamo.de.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
|
| Heike Schwitalla auf Facebook | |