Freundeskreis Landauer Tiergarten startet großes Umbauprojekt
Einen Quadratmeter Zoo für 25 Euro

Stellten die neue Anlage vor (v.l.) Beigeordneter Rudi Klemm, Gerhard Blumer, Sanitätsrat Dr. Helmuth Back und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel.
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  • Stellten die neue Anlage vor (v.l.) Beigeordneter Rudi Klemm, Gerhard Blumer, Sanitätsrat Dr. Helmuth Back und Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel.
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Landau. Sommerschlussverkauf im Landauer Zoo. Zu einem echten Schnäppchenpreis kann man derzeit einen Quadratmeter Zoo für gerade mal 25 Euro erwerben. Ohne Tier, versteht sich. Und so richtig Eigentümer wird man auch nicht. Aber man erwirbt einen Baustein und ist so zu sagen ideeller Eigentümer. Hinter dieser "Verkaufsaktion" steht das neue Großprojekt des Freundeskreises Landauer Tiergarten e.V. Mit einem Investitionsvolumen von 450.000 Euro soll beim alten Streichelzoo hinter den Robben eine komplett neue Anlage mit Urwaldflair entstehen, in der unter dem Leitgedanken "Juwelen der Philippinen" weiterer Raum für bedrohte Tierarten geschaffen werden soll.
Auf einer Gesamtfläche von bis zu 1.400 Quadratmetern wird eine moderne Tieranlage für in der Wildbahn besonders gefährdete Tierspezies der Philippinen entstehen. Hier werden sich die attraktiven Prinz-Alfred-Hirsche und die lebhaften Visayas-Mähnenschweine ein zeitweilig gemeinsam nutzbares Großgehege teilen. Auch in einem ebenfalls neu entstehenden, besonders tiergerechten Stallgebäude werden diese beiden im Rahmen koordinierter Zuchtprogramme im Zoo lebenden Pfleglinge Nachbarn sein. In einem der historischen Natursteingebäude des Zoos werden nach dessen Sanierung, als eindrucksvolle Vertreter der gefährdeten philippinischen Nagetiere, Nördlichen Riesenborkenklettern und Palawan-Stachelschweinen eine Heimat finden. Zusätzlich wird eine weitere Zucht- und Schauvolieren für selten gewordene Vogelarten entstehen, deren langfristige Erhaltung in Menschenobhut, wie auch deren verbesserter Schutz in der Wildbahn, dem Zoo ebenfalls schon lange ein Anliegen ist.
Mit der Umquartierung der Dromedare auf die Wiese an der Hindenburgstraße habe ein Kreislauf begonnen, bei dem die frei werdenden Gehege umgebaut und neuer Nutzung zugeführt wurden, sprach Freundeskreisvorsitzender Sanitätsrat Dr. Helmuth Back von großen Aktivitäten des Freundeskreises, die nur möglich wurden durch eine sehr enge Kooperation von Stadt, Zoo, Zooschule und Freundeskreis.
Wenn man bedenke, wie alles noch vor 40 Jahren im Zoo ausgesehen habe, könne man ermessen, welch große Anstrengungen für Umgestaltung und Neuorientierung im Landauer Zoo geleistet wurde, dankte Beigeordneter Rudi Klemm dem Freundeskreis und der Zoomannschaft für deren großes Engagement. Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel sprach von einer langen Planung, die jetzt ihren Abschluss finde. Sein Dank galt erneut dem Freundeskreis, ohne dessen Engagement all die Umbauten nicht möglich gewesen wären. Zweite Hälfte des Sommers 2019 nannte er als realistischen Zeitpunkt für die Eröffnung der neuen Anlage, die wieder unter der Regie von Architekt Peter Buchert durchgeführt wird. In bewährter nachhaltiger Bauweise mit viel Holz und Bambus wird auch dieses Mal nach Rücksprache mit der Zooleitung alles art- und tiergerecht gestaltet. Die Anlage wird dank neuer Wegeführung barrierefrei erreichbar und einsichtig sein. Glasfenster werden auch gute Fotos von den Tieren ermöglichen. Als Sahnehäubchen steht noch eine Hängebrücke auf der Wunschliste, die dann den Urwaldcharakter so richtig betonen würde.
Wer (ideeller) Mit-Eigentümer der neuen Anlage werden möchte, sollte sich beeilen. Spontan hatte sich Beigeordneter Rudi Klemm entschlossen, sich die ersten beiden Quadratmeter zu sichern und die Nachfrage ist groß. Anmeldeformulare gibt es an der Schautafel zur neuen Anlage hinter dem Robbengehege und im Zoo. Wie gesagt, 25 Euro der Quadratmeter, ein Schnäppchen! kl

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