Radsport
Wenn alte Radsportgeschichte wieder lebendig wird
- Titelseite Radsport letzte Ausgabe 1970
- Foto: Verlag "Radsport"
- hochgeladen von Rudi Birkmeyer
Start frei für 1971 – mit diesen Worten endet eine besondere Zeitreise in die Vergangenheit des Radsports. Was als persönlicher Rückblick begann, entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer Bewegung, die weit über die Südpfalz hinaus Wirkung zeigte.
Rudi Birkmeyer sichtete alte Radsportmagazine, Fotos und Zeitungsausschnitte und teilte seine Funde in einer von ihm gegründeten Facebook-Gruppe. „Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ein paar Auszüge aus alten Radsportmagazinen so viel auslösen können“, sagt Birkmeyer. Heute zählt die Gruppe 3.241 Mitglieder – ehemalige Rennfahrer, Funktionäre und begeisterte Radsportfreunde.
Anfangs gab es auch Skepsis. „Was willst du mit den ollen Kamellen, das interessiert doch keinen mehr,“ bekam Birkmeyer zu hören. Doch die Resonanz sprach schnell eine andere Sprache. Die Beiträge fanden große Beachtung, auch international. „Plötzlich meldeten sich Menschen aus dem In- und Ausland, die ihre eigene Geschichte wiederentdeckten“, erinnert er sich.
Besonders bewegend waren die jährlichen Treffen der ehemaligen Radsportszene in Hatzenbühl. „Es war einfach herrlich zu sehen, wie sich Rennfahrer nach Jahrzehnten wieder in die Arme fielen“, berichtet Birkmeyer. Ein Moment sei ihm besonders im Gedächtnis geblieben: „Sogar zwei Brüder, die sich jahrzehntelang nicht gesehen hatten, fanden bei uns wieder zusammen.“
Eine wichtige Grundlage für die jüngsten Rückblicke war ein außergewöhnliches Geschenk. Werner Simonis überließ Birkmeyer die komplette Jahresausgabe 1970 der Zeitschrift Radsport. „Das war die Basis für die Rückblicke der letzten Monate – ohne dieses Material wäre vieles nicht möglich gewesen“, betont Birkmeyer dankbar.
Der zeitliche Aufwand war erheblich. „Es war viel Arbeit, aber auch eine wunderbare Beschäftigung und für mich als Rentner eine spannende Reise in die neuen Medien“, sagt er. Vor allem aber habe ihn die positive Resonanz getragen: „Zu sehen, was man mit Erinnerungen bewegen kann, das war jede Mühe wert.“
Mit dem Jahr 1971 endet nun diese besondere Rückblickserie. Doch für Rudi Birkmeyer ist klar: „Die Geschichte des Radsports lebt weiter – in den Erinnerungen und vielleicht auch in dem einen oder anderen privaten Archiv, das noch geöffnet wird.“
Sein Wunsch zum Abschluss: Gesundheit, Zusammenhalt – und dass alle weiterhin „fest im Sattel“ bleiben.
Autor:Rudi Birkmeyer aus Offenbach |
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