Studierende retten die Kartoffel
Studierendenwerk Vorderpfalz zieht positive Bilanz bei „Rettet die Knolle!“
- Ramon Meyer und Andreas Dubiel unterstützten die Aktion "Rettet die Knolle"
- Foto: Studierendenwerk Vorderpfalz
- hochgeladen von Thomas Mosthaf
Bundesweite Nachhaltigkeitsinitiative endet erfolgreich – 33 Studierendenwerke setzten gemeinsam ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung
Nach mehreren Monaten endet die bundesweite Initiative „Rettet die Knolle! – Die Studierenden essen die Kartoffeln!“. Auch das Studierendenwerk Vorderpfalz beteiligte sich an der gemeinsamen Aktion von insgesamt 33 Studierendenwerken aus ganz Deutschland. Ziel war es, auf die erheblichen Kartoffelüberschüsse aufmerksam zu machen und zugleich ein Zeichen für Lebensmittelwertschätzung, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zu setzen.
Die Idee für die Initiative entstand beim Studierendenwerk Frankfurt am Main, das auch die bundesweite Koordination übernahm. Aus einer zunächst spontanen Reaktion auf die Berichterstattung über große Kartoffelüberschüsse entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine der größten gemeinschaftlichen Nachhaltigkeitsaktionen der deutschen Hochschulgastronomie.
Kartoffeln auf den Teller statt in alternative Verwertungswege
Auch das Studierendenwerk Vorderpfalz unterstützte die Initiative und brachte das Thema in seine Hochschulgastronomie. Im Mittelpunkt stand dabei eine einfache Botschaft: Lebensmittel sind wertvoll und sollten als solche behandelt werden.
Bundesweit beteiligten sich 33 Studierendenwerke an der Kampagne. Gemeinsam betreiben sie mehrere hundert gastronomische Einrichtungen und versorgten während des Aktionszeitraums rund 14 Millionen Studierende und Gäste. Insgesamt wurden dabei nach Angaben der Initiatoren rund 1,9 Millionen Tonnen Kartoffeln und Kartoffelprodukte eingesetzt.
Die Aktion ging dabei weit über die reine Verwendung überschüssiger Kartoffeln hinaus. Mit Aktionswochen, besonderen Rezepturen, Informationsangeboten, Interviews sowie zahlreichen Aktivitäten in den sozialen Medien rückten die beteiligten Studierendenwerke die Themen Lebensmittelwertschätzung, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung in den Mittelpunkt.
Studierendenwerke übernehmen gemeinsam Verantwortung
Für das Studierendenwerk Vorderpfalz zeigt die Aktion, welches Potenzial in der Zusammenarbeit der Studierendenwerke liegt. Hochschulgastronomie bedeutet nicht nur, täglich Studierende mit gutem und bezahlbarem Essen zu versorgen. Sie bietet zugleich die Möglichkeit, nachhaltiges Handeln sichtbar zu machen und gesellschaftliche Themen direkt in den Hochschulalltag zu tragen.
Besonders erfreulich war auch bundesweit die Resonanz der Studierenden. Viele Gäste unterstützten die Initiative bewusst und nutzten die Aktion als Anlass, sich stärker mit der Herkunft und dem Wert von Lebensmitteln auseinanderzusetzen.
Auch außerhalb der Hochschulen fand „Rettet die Knolle!“ große Beachtung. Fernseh- und Radiobeiträge, Zeitungsartikel sowie Berichte in Online-Medien sorgten für bundesweite Aufmerksamkeit. Unterstützt wurde die Initiative zudem von Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft.
Erfolgreiche Aktion endet – die Botschaft bleibt
Mit dem Beginn der neuen Kartoffelernte und dem Auslaufen der diesjährigen Überbestände endet die Kampagne nun planmäßig. Für das Studierendenwerk Vorderpfalz bleibt jedoch eine zentrale Botschaft bestehen: Lebensmittel verdienen Wertschätzung – und gemeinsames Handeln kann etwas bewegen.
Die Beteiligung an „Rettet die Knolle!“ hat gezeigt, dass Studierendenwerke gemeinsam weit über ihre alltäglichen Aufgaben hinaus Wirkung erzielen können. Nachhaltigkeit, ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bleiben deshalb auch nach Abschluss der Kampagne wichtige Themen für die Hochschulgastronomie.
Autor:Thomas Mosthaf aus Landau |
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