BriMel unterwegs
Auf Vernissage von Judith Boy ging es „Stürmisch“ zu
- Cataldo Miserendino und Partnerin Judith Boy, im Hintergrund eines ihrer Gemälde
- Foto: Brigitte Melder
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Landau. Die überaus aktive Künstlerin Judith Boy hat gleich mehrere Ausstellungen laufen, aber am 4. Mai gab es im Kreishaus in Landau eine feierliche Vernissage. Im Vorfeld wurde alles von Andrea Linnenfelser und ihrem Team (Kreisverwaltung) liebevoll dekoriert, gestellt und für den später folgenden Sektempfang gerichtet. Judith Boy freute sich, hier praktisch ins gemachte Nest zu kommen. Auch um den musikalischen Part brauchte sie sich nicht kümmern, der wurde mit der bezaubernden jungen Künstlerin Lilly-Sophie Reiß (17 Jahre) von der Musikschule Germersheim besetzt. Der Kontakt kam durch die Kreismusikschule zustande und war eine echte Bereicherung mit Gesang, am Klavier und auf der Ukulele.
Der Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern vertrat heute den verhinderten Landrat Dietmar Seefeldt. Die Verbandsbürgermeisterin von Maikammer Gabriele Flach und die Stadtbürgermeisterin von Annweiler Carmen Winter befanden sich unter den Gästen. Die sympathische Pressereferentin Marina Mandery von der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße hielt alles in Wort und Bild fest. Es war mein zweiter Besuch in diesem schönen Ambiente mit durchweg freundlichen Menschen, so dass man sich wie in einer Familie aufgenommen fühlte.
Judith Boy kam mit ihrem Partner Cataldo Miserendino und freute sich, dass so viele Menschen ihre Werke sehen wollten. Den Einstieg in die Vernissage machte Lilly-Sophie Reiß am Klavier mit ihrem selbstgeschriebenen Song „Hallo Welt“ und schon bei den ersten Tönen war man geflasht – den Namen sollte man sich merken. Georg Kern bedankte sich ging auf die stürmischen Zeiten ein, also die Ausstellung, die Judith Boy mit „Stürmisch“ titulierte. Er begrüßte die Gäste allgemein, die beiden Bürgermeisterinnen, die Kuratorin Christine Schön und die Pressevertreterinnen (herzlichen Dank!). Der CDU-Politiker Thomas Gebhart (Bundestagsabgeordneter) ließ Grüße ausrichten. Er zitierte Judith Boy „Wie andere Leute ins Büro gehen, so mache ich morgens ab 9 Uhr Kunst.“ Sie hat Luftwurzeln zwischen der Pfalz und Palermo und fühlt sich überall heimisch, wo sie hinkommt.
Aus ihrem Atelier hat Judith Boy aus der Natur Werke verschiedenster Materialien und Werkstoffe mitgebracht. Es ist die Welt der Wechsel und Metamorphosen aus Körborn bei Kusel, sozusagen aus dem Burggraben der Burg Lichtenberg. Sie zeigt die Weitläufigkeit und Urgewalt der Landschaft. Eine sehr beeindruckende Kunst mit der Wirksamkeit der Natur zum Wohlbefinden der Menschen und so Gedanken zurückspiegeln. Er wünschte eine spannende Veranstaltung.
Lilly-Sophie hat auch ein englisches Lied selbst komponiert „Fire makes me glow“ und das in dem jungen Alter! Anschließend sagte die Kuratorin Christine Schön noch ein paar Worte zur heutigen Vernissage und der Künstlerin Judith Boy. Von Paul Klee ist der Satz „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar“ und das treffe hier zu. Es geht um die immerwährenden Bewegungen des Landes, um Turbulenzen und die aktuelle Kunstausstellung sendet eine Botschaft, die hier in den Bildern eingebunden ist. Judith Boys Botschaft ist dabei nicht belehrend, sie malt sie nur und geht hierbei durch Prozesse. Wie die Bilder entstehen ist ein wesentlicher Teil ihrer Kunst. Sie verwendet auch verschiedene Formate. Das Spontane ist eine Kraftquelle und die Farben und Formen entstehen frei. Es ist eine bewusste künstlerische Haltung. Mit dem Eintauchen in Landschaften steht sie in einer schöpferischen Beziehung. Das Material selbst antwortet mit Widerstand oder Wohlwollen. Judith Boy hat schon zahlreiche Ausstellungen in Deutschland gehabt, lebt und arbeitet auch in Palermo. „Natur“ ist ihr Thema als lebendiges Prinzip und nicht als Objekt, eine „Welt ohne Schwerkraft“. Die Bilder sind mit Ruhe und Ordnung überzogen mit der Botschaft Vertrauen ins Leben zu haben. „Lebendigkeit bedeutet nicht Sicherheit, sondern Offenheit!“ Die Bilder drücken unbegrenzte Lebensfreude aus. Sie wünschte ein genussvolles Eintauchen und viel Erfolg.
Der dritte musikalische Beitrag von Lilly-Sophie erfolgte nach einem kleinen Umbau, denn diesmal kam ihre Ukulele zum Einsatz. Und wiederum selbst geschrieben erklangen wundervolle Töne mit dem Sommerlied. Noch ein paar Dankesworte von Georg Kern, der die junge Künstlerin noch hervorhob. Sie hat beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2022 den ersten Platz gemacht und beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2025 gewonnen. Das war doch eine kleine Belohnung in einem Umschlag wert. Er dankte Frau Schön und Judith Boy bekam einen wunderschönen Blumenstrauß mit weißen Blumen. Die Ausstellung ist für die Auswärtigen noch bis 30. Mai zu den Öffnungszeiten Mo-Fr 9-12 Uhr und Mo, Di und Do 14 -16 Uhr zu besichtigen, die Mitarbeiter der Kreisverwaltung kommen in den Genuss, sie jederzeit anschauen zu können. (mel)
Autor:Brigitte Melder aus Böhl-Iggelheim |
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