Katrin Niggul gleich dreimal Vierte – Leichtathletik Masters-WM in Daegu
- Katrin Niggul (2. von rechts hinten) mit den Teilnehmerinnen des Wurf-Fünfkampfs
- Foto: privat
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Kirchheimbolanden. Für Katrin Niggul aus Kirchheimbolanden wurde die Teilnahme an den Leichtathletik Masters-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu zu einem besonderen Erlebnis. Mehr als 7400 Seniorensportler aus 106 Nationen traten in verschiedenen Altersklassen und Disziplinen an. Niggul stellte sich in der W55 gleich vier Wettbewerben – und landete dreimal auf dem vierten Platz.
Zum Auftakt erreichte sie im Hammerwerfen überraschend den Endkampf der besten Acht. Mit 33,77 Metern belegte sie einen starken sechsten Platz. Im Gewichtwerfen erschwerten strömender Regen und ein völlig nasser Wurfring die Bedingungen. Nach Rang sechs im Vorkampf steigerte sich die Athletin vom SV Kirchheimbolanden jedoch mit ihrem letzten Versuch auf 11,56 Meter und schob sich noch auf Platz vier vor.
Auch im Diskuswerfen erreichte Katrin Niggul als Siebte den Endkampf. Im sechsten Versuch gelang ihr mit 27,57 Metern die entscheidende Steigerung: Wieder wurde Niggul Vierte – lediglich drei Zentimeter vor ihrer deutschen Mannschaftskameradin Silke Stolt.
Achterbahnfahrt im Wurf-Fünfkampf
Zum Abschluss stand der Wurf-Fünfkampf aus Hammerwerfen, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Speerwurf und Gewichtwurf an. Gewitter und heftiger Regen sorgten schon am frühen Morgen für schwierige Bedingungen.
Mit 32,19 Metern im Hammerwurf erwischte Niggul dennoch einen guten Start. Nach 9,56 Metern im Kugelstoßen lag sie in der Gesamtwertung sogar auf Rang zwei. Ein Rückschlag folgte beim Diskuswerfen: 22,23 Meter lagen deutlich unter ihren Möglichkeiten, ein wesentlich weiterer letzter Versuch landete knapp außerhalb des Sektors. Damit fiel sie auf Platz vier zurück.
Mit guten 18,51 Metern im Speerwurf und 10,94 Metern im abschließenden Gewichtwerfen konnte Niggul den Rückstand leider nicht mehr aufholen. Am Ende stand erneut der undankbare vierte Rang. „Natürlich könnte ich mir in den Hintern beißen, dass ich das Diskuswerfen so verkackt habe, aber das ist Wettkampf und gehört leider dazu“, bilanzierte sie.
Trotz der knapp verpassten Medaillen kann Katrin Niggul mit ihrer WM zufrieden sein: dreimal Platz vier und einmal Rang sechs gegen internationale Konkurrenz. Dazu bleiben die Eindrücke aus Südkorea und die internationale Gemeinschaft. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Sauberkeit, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit der Menschen. Ein neues Ziel steht bereits fest: Die nächste Masters-Weltmeisterschaft findet 2028 im niederländischen Breda statt. red/rav
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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