Fachdienste für Arbeit und Integration Kirchheimbolanden ziehen Jahresbilanz 2019
Bewährtes Angebot für Menschen mit Behinderung in neuen Räumen fortgeführt

Das Team der Fachdienste für Arbeit und Integration in Kirchheimbolanden (v.l.n.r.): Salwa Alchrbji, Einrichtungsleiterin Meike Gottinger, Corinna Besand und Sabine Bormeth | Foto: Evangelische Heimstiftung Pfalz
  • Das Team der Fachdienste für Arbeit und Integration in Kirchheimbolanden (v.l.n.r.): Salwa Alchrbji, Einrichtungsleiterin Meike Gottinger, Corinna Besand und Sabine Bormeth
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Kirchheimbolanden. Hinter den Fachdiensten für Arbeit und Integration (FAI) in Kirchheimbolanden liegt ein ereignisreiches Jahr 2019. Insgesamt 137 Klienten hat der der Integrationsfachdienst der Evangelischen Heimstiftung Pfalz im vergangenen Jahr zum Thema Behinderung und Arbeit beraten und unterstützt. Im Sommer wurde dabei im laufenden Geschäft auch noch ein Umzug bewältigt. Seitdem sind die Fachdienste für Arbeit und Integration in Kirchheimbolanden unter der Adresse Vorstadt 7b zu finden.

„Die meisten Klienten haben wir im vergangenen Jahr wieder mit unserem Berufsbegleitenden Dienst (BBD) betreut“, berichtet Einrichtungsleiterin Meike Gottinger. „Dieses Angebot richtet sich an Arbeitnehmer aus dem Donnersbergkreis mit gesundheitlichen Einschränkungen oder psychischer Erkrankung, die Beratung bei Problemen an ihrem Arbeitsplatz benötigen“, erklärt sie. Insgesamt 71 Klienten hätten im vergangenen Jahr die Hilfe des BBD in Anspruch genommen, davon 39 in Kirchheimbolanden selbst. Die Außensprechstunde in Rockenhausen nahmen 19 Ratsuchende in Anspruch, die Außensprechstunde in Eisenberg wurde von 13 Klienten genutzt.

Nicht selten kämen bei den Ratsuchenden psychische Probleme und körperliche Einschränkungen zusammen, so Gottingers Erfahrung. „In der Beratung kann es dann etwa um den behindertengerechten Einsatz des Arbeitnehmers in seinem Betrieb gehen oder auch um möglich Fördermittel,“ nennt die Einrichtungsleiterin Beispiele. Sehr häufig werde der BBD in das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) in den Betrieben und die stufenweise Wiedereingliederung der Arbeitnehmer mit eingebunden. „Wir stehen dabei für Einzelberatungen zur Verfügung, begleiten unsere Klienten, sofern sie das wünschen, aber auch zu Gesprächen mit dem Arbeitgeber“, informiert Gottinger.

Im Donnersbergkreis gebe es eine sehr gute Kooperation gerade mit den großen Betrieben und Einrichtungen hinsichtlich der Beteiligung beim BEM, wodurch es häufig gelinge, gemeinsam eine passende Lösung zu finden. So habe man in über 80% der Fälle auch den Arbeitsplatz erhalten können. „Gerne informieren wir auch in Betrieben über unser Angebot oder geben als Referenten unsere Erfahrungen weiter“, betont Meike Gottinger. Sie selbst habe etwa im vergangenen Jahr bei einer Betriebsversammlung der Firma Adient vor rund 1000 Beschäftigten einen Vortrag über das Thema „Der Kollege ist psychisch krank – wie kann ich helfen?“ gehalten.

Insgesamt 31 Klienten wurden von den FAI im Jahr 2019 im Rahmen des Projekts Inklusionsberater (IB) betreut. „Hierbei bieten wir Hilfen für arbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Problemen zur beruflichen Wiedereingliederung an“, erklärt Meike Gottinger. „Ein Schwerpunkt ist dabei vor allem die mangelnde psychische Belastbarkeit unserer Klienten und eine daraus resultierende lange Arbeitslosigkeit.“ Nicht selten würden Klienten im IB deshalb erst einmal in eine Reha-Maßnahme vermittelt, die ihnen dabei helfen soll, ihre Belastbarkeit wieder zu erlangen.

„Ziel unseres Dienstes zur Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf (ÜSB) ist es, Förderschüler bei der Berufsorientierung zu unterstützen und Beschäftigungsalternativen neben einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu testen,“ beschreibt Gottinger ein weiteres Angebot der FAI. Im vergangenen Jahr habe man hier 25 Schülerinnen und Schüler begleitet. Bei der der Karrieremesse „Pflege und Gesundheit“ in der Berufsschule in Rockenhausen habe sich der ÜSB als Kooperationspartner für Schüler und Betriebe vorgestellt.

Dass die FAI 2019 ihren 35. Geburtstag feiern konnten, erwähnt Meike Gottinger nur am Rande. „In Kirchheimbolanden sind wir seit 1992 mit einem eigenen Büro vor Ort“, ergänz sie. Die neuen Räumlichkeiten, welche die FAI im Sommer beziehen konnten, sieht die Einrichtungsleiterin als Gewinn: „Durch die Lage in der Kirchheimbolandener Innenstadt nahe dem Parkdeck und die Barrierefreiheit eignen sie sich perfekt für unsere Anforderungen.“

Kontakt:
Fachdienste für Arbeit und Integration
Vorstadt 7b (über Optiker)
67292 Kirchheimbolanden
Telefon: 06352 / 6483
Telefax: 06352 / 8631
Sprechzeiten nach Vereinbarung

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Autor:

Martin Müller aus Germersheim

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