Neue BGZ-Forschung in Karlsruhe soll Sicherheit der atomaren Zwischenlagerung stützen
- Ein Team der BGZ verschaffte sich beim Kick-off zum Projekt Bend & Break am JRC in Karlsruhe einen Eindruck von den Versuchsaufbauten. Foto: JRC/Europäische Kommission
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Karlsruhe. In Karlsruhe startet ein neues Forschungsprojekt zur Sicherheit hochradioaktiver Abfälle. Die BGZ untersucht dort mit Partnern, wie sich bestrahlte Brennstäbe bei starker mechanischer Belastung verhalten und was im Fall einer Beschädigung im Behälter passieren würde. Wie das bundeseigene Unternehmen mitteilt, laufen die Untersuchungen im Projekt Bend & Break in den heißen Zellen des Joint Research Centers der Europäischen Kommission. Dort werden Teile bestrahlter Brennstäbe unter anderem gebogen, gedehnt und zerbrochen.
Die zerstörenden Tests sollen zeigen, wie viel Brennstoff bei einer Beschädigung austreten könnte, wie sich das hochradioaktive Material verhält und wie es sich gegebenenfalls im Behälter verteilen würde. Nach Angaben der BGZ soll das Projekt helfen, die Sicherheit der Zwischenlagerung und des Transports nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik nachzuweisen.
Worum es bei dem Projekt geht
Die BGZ will mit den Untersuchungen auch belegen, dass das radioaktive Material in den Behältern sicher eingeschlossen bleibt. Das gilt laut Unternehmen auch für den Fall, dass beim Abtransport bei einem Unfall einzelne Brennstäbe im Behälter beschädigt werden.
Beim Kick-off-Treffen in Karlsruhe hat sich das Projektteam nach Angaben der BGZ einen Eindruck von den Versuchsaufbauten verschafft und die nächsten Arbeitsschritte abgestimmt. Das Projekt läuft bis 2029 und knüpft an frühere Bruchversuche an Brennstäben an.
Die Ergebnisse fließen in Genehmigungsanträge für eine verlängerte Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ein. Hintergrund ist, dass die Genehmigungen für die Zwischenlager der BGZ ab 2034 schrittweise auslaufen und ein Endlagerstandort laut BGZ erst Mitte des Jahrhunderts benannt werden soll.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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