Saisonstart beim Karlsruher SC: Was vor Bielefeld wichtig ist
- Hoffnungsträger: der neue KSC-Trainer Maximilian Senft (Archivbild)
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Karlsruher SC. Vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison geht es für Fans vor allem um die Frage, wie konkurrenzfähig der KSC schon ist. Vor dem Heimauftakt gegen Arminia Bielefeld am Samstag, 8. August, um 13 Uhr beginnt im Wildpark eine Spielzeit mit neuem Trainer, verändertem Kader und stabilen wirtschaftlichen Perspektiven.
Mit Maximilian Senft steht erstmals nicht mehr Christian Eichner an der Seitenlinie. Der 37 Jahre alte Österreicher kam vom SV Ried und hat sich nach Angaben aus dem Club mit kommunikativer Art und intensiven Trainingseinheiten schnell eingebracht. Sportchef Mario Eggimann beschreibt den neuen Coach als ruhig, klar und in den passenden Momenten auch emotional.
Diese Spieler sollen den KSC tragen
Marvin Wanitzek geht erneut als Kapitän voran und bleibt im Mittelfeld eine Schlüsselfigur. Ebenfalls wichtig sind Torhüter Hans Christian Bernat, der in der Vorbereitung überzeugte, sowie Abwehrchef Marcel Franke. Als möglicher Gewinner der Vorbereitung gilt Sechser Danyal Zor. Der 19-Jährige habe laut Senft einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht.
Was die Neuzugänge einbringen
Im defensiven Mittelfeld soll der finnische Nationalspieler Santeri Väänänen für Stabilität sorgen. Als Kandidaten für die Startelf gelten zudem Linksverteidiger Deniz Ofli sowie die Mittelfeldspieler Tim Civeja und Kevin Wiethaup. Im Angriff ruhen Hoffnungen auf Moritz Broschinski und Noel Eichinger.
Bei einigen Personalien ist noch Bewegung möglich
Jungprofi Louey Ben Farhat steht vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Eine Einigung über die Ablöse gibt es laut dpa aber noch nicht. Andreas Müller wurde für Gespräche mit anderen Vereinen freigestellt. Dagegen steht Innenverteidiger Sandro Tremoulet offenbar kurz vor einer Unterschrift in Karlsruhe.
So will Senft Fußball spielen lassen
Der neue Trainer bevorzugt grundsätzlich eine Dreierkette, musste wegen der Personallage zuletzt aber auch im 4-4-2 arbeiten. Inhaltlich setzt Senft auf hohe Intensität und eine klare Spielidee, die nicht nur auf den jeweiligen Gegner reagiert. Der KSC soll offensiv und attraktiv auftreten, zugleich aber in den entscheidenden Phasen die richtige Balance finden.
Reicht das schon für den Aufstieg?
Als heißer Anwärter auf die ersten drei Plätze gilt Karlsruhe vor dem Auftakt nicht. Dafür wird die individuelle Qualität im Ligavergleich eher etwas niedriger eingeschätzt. Ex-Trainer Eichner verortete den Club zuletzt im breiten Mittelfeld. Positiv bleibt der Blick auf die Strukturen: Die Profis bekommen einen neuen Trainingsplatz, der Umsatz soll nach zuletzt gut 55 Millionen Euro leicht steigen und Geschäftsführer Michael Becker erwartet einen Gewinn im siebenstelligen Bereich. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |