KSC vor St. Pauli: Mit frischer Energie ans Millerntor
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Karlsruhe. KSC. Die lange Länderspielpause (mit 2 zu 1-Sieg im Testspiel gegen Wehen Wiesbaden) war „Zeit zurückzublicken, und diese erste gemeinsame Anfangsphase zu reflektieren“, so KSC-Trainer Maximilian Senft auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel (Sonntag, 11.10.26, um 13.30 Uhr) der Karlsruher bei St. Pauli in Hamburg.
Großer Umbruch und erste Hebel
Keine leichte Aufgabe für die Blau-Weißen, denn die „Kiez-Kicker“ kommen nach ihrem Erstliga-Abstieg so langsam in Tritt. Das „Abenteuer“ Hamburg wollen beim Tabellen-8. fast 3.000 KSC-Fans miterleben; der Gästeblock ist ausverkauft! Denn der neue KSC-Trainer Senft hat zum Start in diese Saison die Mannschaft vom Verein umgekrempelt bekommen. Ob Kennenlernen, jüngere Spieler, neue Spieler, neue Abläufe, System oder neue Umgebung: Senft denkt, dass dennoch „diese ersten Maßnahmen und Hebel für alle sehr intensiv waren, aber eben extrem gut gegriffen haben.“ Er kenne jedoch die Situation, eine Mannschaft in einem großen Umbruch zu führen. Die „Dimension der Veränderung“ sei jedoch beim KSC zuletzt sichtbar geworden. Dies sei man in den vergangenen zwei spielfreien Wochen angegangen, habe „die jeweiligen Faktoren“ bearbeitet, um zur nächsten Etappe zu kommen.
Taktischer Fokus und die Qual der Wahl
Wichtig sei, dass beim KSC mit extrem hohem Fokus und Intensität gearbeitet werde, dass es dazu auch entlastende Elemente gebe. Der KSC sei auf St. Pauli zudem taktisch darauf eingestellt, auch auf das aggressive hohe Pressing, auch wenn gerade das Millerntor eine „eigene Herausforderung“ darstelle. Einsatzbereit sind beim KSC alle, denn kein Nationalspieler kam mit Blessuren zurück. Das führt auch beim KSC zur typischen Situation, die klassische Qual der Wahl für einen Trainer: Wer spielt wo in welchem System? Das Trainerteam bespreche die taktischen Möglichkeiten mit den vorhandenen Spielern, „wo sie ihre Stärken haben“. Da werde sich das Trainerteam wieder „verschiedene Lösungsoptionen für die Spieler überlegen“.
Kritische Bilanz und Stürmersuche
Durchaus kritisch wurde auf der Pressekonferenz der Start in die Saison reflektiert: 5 Punkte aus sechs Spielen; ein Sieg bei insgesamt 12 Gegentoren. Was müsse da verändert werden? Das hänge „ganz stark von dem Kontext ab“, so der Trainer, um eben nicht in einen Aktionismus zu verfallen. Dazu zählt sicher auch Enzo Crivelli (31), der als „Gast-Spieler“ zuletzt am Trainingsbetrieb teilgenommen hatte. Ob der vereinslose und vertragslose französische Stürmer, der zuletzt im Iran unter Vertrag war, eine Option für den KSC sei, werde nun mit Kaderplaner, Geschäftsführer und Direktor Sport besprochen. Denn immerhin brauche der KSC einen Ersatz für den länger verletzten Moritz Broschinski – gerade für manche Spiel- und Taktiksysteme.
Personelle Optionen auf der Außenbahn
Zurück zum Spiel bei St. Pauli: Rafael Pinto Pedrosa kommt mit einem guten Zeugnis von der U-Nationalmannschaft zurück; der routinierte Sebastian Jung ist fit: Wer läuft zunächst auf? Wie üblich lässt sich auch Trainer Senft nicht in die Karten schauen. Entweder-oder, oder doch gemeinsam? Es gibt die Möglichkeit, dass einer der beiden der Außenverteidiger ist, der andere draußen ist, so Senft. Es gebe aber auch die Möglichkeit, „wie wir es auch die Saison schon gemacht haben“, dass beide auf dem Platz stehen und Pinto Pedrosa etwas höher steht – oder gar im Mittelfeld agiert. „Dementsprechend gibt's viele Optionen, beide auf dem Platz zu stellen“, so Senft!
Blick auf die Statistik
42 Spiele gab es zwischen den beiden Teams bisher; Vorteil für St. Pauli mit 15/16/11 – bei 62 zu 60 Toren in Bundesliga, Aufstiegsrunde Bundesliga, 2. Bundesliga und Freundschaftsspielen.
Autor:Jo Wagner |
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