KSC mit Zuversicht zum Auswärtsspiel bei Hannover 96
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Karlsruhe. KSC. Die Blau-Weißen müssen am Freitagabend um 18:30 Uhr (Schiri: Tom Bauer aus Mainz) bei Hannover 96 antreten – und rund 1.500 KSC-Fans sind mit dabei, fahren die etwa 470 Kilometer bis zum Stadion dort. KSC-Trainer Maximilian Senft hat in Sachen Kader gewissermaßen die freie Wahl, trotz zweier angeschlagenen Spieler, da kurz vor Transferschluss sich die Geschichte mit Ben Farhat klärte, zudem auch noch der brasilianische Neuzugang Heliton (1,95 m groß, kommt aus Izmir) zu vermelden war, obgleich dieser wohl noch nicht im Kader sein dürfte, denn zuletzt spielte Heliton im Mai.
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Aber Heliton sei ein Spieler, der dem KSC auch im Aufbau gute Elemente geben werde, der klassische Innenverteidigerqualitäten mitbringe, zweikampfstark sei, dazu natürlich ob seiner Körperlichkeit auch bei Standardsituationen ein Bringer im Strafraum sein dürfte, so der Trainer. Er habe, so Direktor Profifußball Timon Pauls, eine starke Physis, ein kompromissloses Zweikampfverhalten und ein gutes Kopfballspiel, verfüge zudem über internationale Erfahrung aus Brasilien, Portugal, Bulgarien und zuletzt der Türkei.
Mit Spielern aus Brasilien hat der KSC in der Regel bislang gute Erfahrung gemacht: Ob Yann Rolim (2016/17), Antonio da Silva (2008-2010), Vragel da Silva (2000), Geovani Silva (1990/91) oder Adriano José da Silva (2000/01).
„Eine schwierige Aufgabe“ erwarte den KSC in Hannover, so Senft. Denn Vorteil der Heimmannschaft sei, dass sie schon länger zusammenspielen: „Sie wissen genau, wie sie ihre Phasen bestreiten wollen und haben viele Automatismen.“ Da brauche es eine gute Vorbereitung auf den Gegner, aber dann auch Flexibilität und die richtige Haltung auswärts, „um dort bestehen zu können“, weil Hannover einfach sehr gute Spieler habe, die auch als Kollektiv gut agieren, „wie sie miteinander den Ball zirkulieren“. Aber der KSC sei gut vorbereitet darauf, so Senft, der auf der Pressekonferenz auch etwas auf seine erste Zeit beim KSC zurückschaute, unter anderem mit „viel Veränderung im Kader“ und neuen Ideen: „Da ist uns sehr vieles sehr gut gelungen in diesen dreieinhalb Monaten“ – und Schritt für Schritt, Woche für Woche würde sich sein Team verbessern, das sei ein „dynamischer Prozess“.
Blick auf den Gegner
Senft erwartet eine Heimmannschaft, die den Gegner sehr hoch unter Druck setzen will, damit sie selbst schnell den Ball bekommen. Für den KSC sei daher „Balldruck“ wichtig, um den Gegner maximal zu stressen, von vorne bis zur Boxverteidigung. Darauf würde der Trainerstab die Mannschaft entsprechend vorbereiten. Das Trainerteam habe nach der Pleite gegen Wolfsburg auch die Selbstkritik der Mannschaft gespürt, gerade mit Blick auf individuelle Fehler. „Wir haben ganz detailliert und in Einzelgesprächen die Fehler aufgearbeitet“, so Senft: „Fehler gehören aber eben auch dazu.“ Die Mannschaft sei offensichtlich so motiviert, dass sie sich diese Fehler im Detail anschauen wollten, um es künftig dann auch besser zu machen.
Bilanz: 49 Partien – um die Deutsche Meisterschaft, Bundesliga, 2. Liga und DFB-Pokal – gab es zwischen den beiden Teams; mit einem klaren Plus (27/7/15) für die Niedersachsen, bei 94:63 Toren!
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Autor:Jo Wagner |