Fan-Petition beim Karlsruher SC: Verein sucht Gespräch

Holger Siegmund-Schultze und der KSC sind darum bemüht, die Wogen zu glätten. | Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Karlsruhe. Eine Fan-Petition zur Freistellung von Trainer Christian Eichner sorgt beim Karlsruher SC für Diskussionen. Der Zweitligist versucht nun, die Situation zu beruhigen und hat dem Initiator der Online-Aktion ein persönliches Gespräch angeboten.

Mehr als 5000 Unterstützer unterschrieben den Aufruf auf der Plattform „change.org“ innerhalb eines Tages. Kurz nachdem diese Marke erreicht war, veröffentlichte der Verein eine Stellungnahme. Der Club habe bereits seit Sonntag, 12. April, Kenntnis von der Petition und versuche seitdem, den Initiator zu kontaktieren. Präsident Holger Siegmund-Schultze kündigte ein Treffen „mit mir und einem Kollegen aus dem Beirat“ an.

In der Petition wird der geplante Abschied Eichners im Sommer kritisch gesehen. Der Initiator warnt, die Entscheidung könne die Identität des Vereins gefährden. Außerdem äußert er die Sorge, dass auch die Zukunft von KSC-Kapitän Marvin Wanitzek beeinflusst werden könnte. Der Mittelfeldspieler hatte zuletzt erklärt, die aktuellen Entwicklungen zunächst sacken lassen zu wollen. Zugleich richtet sich der Aufruf scharf gegen die beiden Geschäftsführer Mario Eggimann und Michael Becker. In der Petition wird sogar deren Freistellung gefordert.

Verein kritisiert Ton der Petition

KSC-Präsident Siegmund-Schultze betonte, dass dem Club die Meinung von Fans und Mitgliedern wichtig sei. Transparenz und Austausch hätten einen hohen Stellenwert. Genau deshalb habe der Verein den Initiator der Petition kontaktiert. Kritik äußerte der Präsident jedoch am Ton der Aktion. Bei aller Emotionalität müsse ein respektvoller Umgang gewahrt bleiben. In der Petition würden beide Geschäftsführer öffentlich diskreditiert und ihre Freistellung verlangt. Die Entscheidung, Eichner trotz eines bis 2027 laufenden Vertrags freizustellen, sei nach intensiven Abstimmungsprozessen gefallen. Grundlage seien umfassende Analysen gewesen, an denen auch die zuständigen Gremien beteiligt waren. dpa/red

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Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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