Alles für den KSC: Christian Eichner will trotz Trennungs-Schock den Wildpark-Zauber entfachen
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Karlsruhe, KSC. Bezeichnend, dass auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel des KSC gegen Arminia Bielefeld am Freitag, 10. April 2026 (Anpfiff: 18.30 Uhr), nicht Pressesprecher Simon Jötten (neu im Amt, kam aus Hamburg) oder Trainer Christian Eichner in der Mitte saß, sondern Mario Eggimann, der sportliche Geschäftsführer, der noch einmal betonte, dass er mit der angekündigten Trennung von KSC-Trainer Christian Eichner zum Sommer (Modalitäten nicht bekannt) einen neuen Impuls setzen wolle - aber gleichzeitig die „tolle Arbeit“ von Eichner lobte
Eichner erlaubt Einblicke
Eichner ging auf Nachfrage auf das Thema ein, das nach dem Osteressen bei seinen Eltern eine gewisse Dynamik bekam, „eine sehr sehr schwere Entscheidung und ein schwerer Moment für mich“. Immerhin ist die Person Eichner seit 23 Jahren mit Karlsruhe verbunden, „mehr als mein halbes Leben“. Der Verein und die Mannschaft seien ihm in den vergangenen Jahren eine Familie geworden, abseits seiner privaten Familie, „in dem Fall meine sportliche“.
Der KSC sei „nicht irgendein Verein“, es sei neben seinem Heimatverein, wo er groß geworden sei, gewissermaßen „sein Heimatverein hier in zweiter Instanz“, neben dem Ort, wo er aufgewachsen sei. Da sei eine große Liebe zu den drei Buchstaben entstanden, das sei für ihn etwas Besonderes geworden in all den Jahren, und "das wird für mich immer was Besonderes bleiben.“ Dies sei die schönste Zeit seines Lebens sportlicher Natur gewesen, deswegen werde der Verein immer einen ganz großen Platz in seinem Herzen haben. Dabei sprach Eichner auch das Feedback an, das er in dieser Woche an Rückmeldungen von Spielern bekommen habe, die ihn in all den Jahren begleitet haben.
Freude auf das Spiel
Dennoch freue sich Eichner auf das anstehende Heimspiel gegen Bielefeld – der KSC spielt wegen des Ablebens von „Ceci“ Bogdan mit Trauerflor– möchte in den letzten Spielen für den KSC zusammen mit der Mannschaft und den Zuschauern erfolgreich agieren, den Zauber entfachen, wie schon so oft in den vergangenen Jahren im Wildparkstadion. „Das haben wir, glaube ich, alle verdient und dafür gilt der komplette Fokus, die komplette Konzentration.“ In Sachen Aufstellung muss Eichner wohl aber mal wieder variieren – wie so oft beim KSC, der nicht unbedingt auf einen prall-gefüllten Kader zurückgreifen kann. Zu erwarten ist, dass im Sturm Ben Farhat und Schleusener auflaufen werden.
Dennoch sei es Aufgabe, „morgen Abend einfach den Wildpark anzuzünden. Hoffe, dass wir das hinbekommen.“ Dazu wolle der Trainer mit der dann in den nächsten Wochen wieder in so eine Art Flow kommen, wie der KSC das schon mal vor zwei Jahren hatte. Doch in dieser Spielzeit hat der KSC – auch mit Blick auf Abgänge und Zugänge – durchaus ein Stück weit „überperformt“, sich aber dennoch im Mittelfeld gehalten: „Gemessen an den Möglichkeiten, die wir haben, sind wir trotzdem sehr anständig unterwegs“, so Eichner. Der KSC ist ein gutes Stück vom Abstiegskampf entfernt.
Thema Neuzugänge und neuer Trainer zur neuen Spielzeit
Wie sich das Thema Spielerverpflichtungen für die neue Spielzeit auswirken wird, wenn der Trainer für die kommende Spielzeit nicht bald feststeht, bleibt abzuwarten, ebenso, ob der ein oder andere aktuelle Spieler den Absprung macht. Nach Angaben von Eggimann gebe es beim KSC aktuell neben einem Spielerscouting im Hintergrund auch ein „Trainerscouting“ – mehr Infos rund um Ablauf oder Zeitplan bei der Nachfolgersuche gab es aktuell keine: „Wir wollen frühzeitig Klarheit haben – nicht erst Mitte Juni!“ Noch sei aber – Stand heute – keine Entscheidung getroffen!
Blick auf das Spiel und den Gegner Arminia Bielefeld
Eine läuferisch starke Mannschaft, „sie haben großes Tempo in vorderer Linie“, so Eichner, haben sich in der Winterpause noch mal verstärkt, um sich noch mal weiter zu stabilisieren, die mit Kontinuität im Umfeld der Mannschaft auch stabil agieren kann, aber klar sei, „wir wollen dieses Heimspiel gewinnen“, so Eichner. Erwartet werden im Wildparkstadion über 31.000 Besucher, so dass die Tageskasse noch geöffnet hat. Rund um das Spiel gibt es beim „Kinderspieltag“ mehrere Mitmachaktionen, deshalb sei der Stadionbereich schon ab 16 Uhr geöffnet.
Rund 2.500 Gästefans kommen nach Karlsruhe, die ihre Arminia unterstützen wollen. Die Bielefelder hätten eine gute Trainingswoche gehabt, so Trainer Mitch Kniat, er habe „ein bisschen steuern“ müssen, um mit einem guten Plan in Karlsruhe agieren zu können. Die Trennung von Eichner, den er sehr schätze, mache den KSC vielleicht noch gefährlicher. Aber was Bielefeld am Wochenende gemacht habe, „wollen wir jetzt auch am Freitag wiederholen“, gerade mit Blick auf die Intensität des Spiels: „Das haben wir uns vorgenommen!“ Karlsruhe könne unterschiedlich agieren, 5er oder 4er Kette, vielleicht auch mit Raute im Mittelfeld: „Wir müssen uns auf mehrere Sachen vorbereiten!“ Da müsse Bielefeld eine hohe Intensität auf erster Linie bringen.
Bilanz
Bislang gab es zwischen den beiden Teams 48 Spiele in Bundesliga, Aufstiegsrunde, Zweite Liga, DFB-Pokal und 3. Liga, 18/13/17, also eher ausgeglichen bei 64:70 Toren. Zuletzt, am 8.11.2025, gab es ein 0 zu 4 für den KSC in Bielefeld.
Autor:Jo Wagner |
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