Wissenschaft in drei Minuten: KIT-Doktorandin Mona Wellhäusser gewinnt FameLab-Deutschlandfinale
- In drei Minuten Forschung verständlich erklären: Eine KIT-Doktorandin zeigt im Wettbewerb, wie das gelingen kann. Karlsruherin Mona Wellhäusser hat das FameLab Finale in Bielefeld gewonnen
- Foto: | Wissenswerkstadt Bielefeld, Sarah Jonek
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Karlsruhe. Nur 180 Sekunden Zeit auf der Bühne, dafür ein großer Erfolg für die Wissenschaftsstadt: Mona Wellhäusser vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat das Deutschlandfinale des Wissenschaftswettbewerbs FameLab gewonnen. Sie setzte sich in Bielefeld gegen neun weitere Forschungstalente durch, vor mehr als 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern.
Wellhäusser überzeugte Jury und Publikum mit einem Vortrag über Expansionsmikroskopie. Dabei nutzte sie einen roten Wackelpudding, um zu zeigen, wie Zellstrukturen unter dem Mikroskop besser sichtbar werden können.
So erklärte Wellhäusser Expansionsmikroskopie in drei Minuten
Bei der Methode bettet das Team Zellen in ein quellbares Polymergel ein und verankert Biomoleküle chemisch darin. Gibt man Wasser hinzu, dehnt sich das Gel gleichmäßig aus und zieht die Moleküle auseinander. Dadurch sollen selbst winzige Zellstrukturen mit herkömmlichen Lichtmikroskopen in Nanometer-Auflösung sichtbar werden.
Wellhäusser arbeitet als Doktorandin am Institut für Biologische und Chemische Systeme (IBCS). Mit dem Sieg geht der FameLab-Titel nach Erfolgen von Dr. Christian Scharun und Dr. Aysel Ahadova zum dritten Mal nach Karlsruhe.
Wissenschafts- und Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz ordnet den Erfolg so ein: „Wir sind außerordentlich stolz darauf, dass unsere Karlsruher Kandidatin Mona Wellhäusser das Deutschlandfinale von FameLab für sich entscheiden konnte. Dieser Sieg ist ein persönlicher Triumph für eine hochtalentierte Forscherin und auch ein glänzendes Aushängeschild für die Wissenschaftsstadt Karlsruhe. Uns ist es ein großes Anliegen, Spitzenforschung nahbar, verständlich und lebendig zu machen. Genau das ist hier auf höchstem Niveau gelungen. Ich drücke für das Weltfinale fest die Daumen.“
Der Weg zum Deutschlandtitel begann am Donnerstag, 8. Mai, im Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus. Dort organisierte das Wissenschaftsbüro der Wirtschaftsförderung Karlsruhe den regionalen Vorentscheid.
Für Wellhäusser geht es im Herbst weiter zum internationalen Weltfinale in Katowice in Polen. Sie sagt über das Format: „Formate wie FameLab sind eine herrliche Möglichkeit, im Publikum Begeisterung für die Wissenschaft zu stiften und Neugierde zu wecken. Durch Einblicke in Forschungsprojekte, die sonst oft nur hinter geschlossenen Türen stattfinden, wird Wissenschaft zugänglicher, menschlicher und vertrauenswürdiger. Und vielleicht schaffen wir es sogar, zukünftige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu inspirieren, und tragen so einen klitzekleinen Teil zur Innovationskraft von morgen bei.“
Wer selbst teilnehmen will: Die Anmeldung für den Karlsruher FameLab-Vorentscheid 2027 startet im Winter. Infos zum Wettbewerb gibt es unter famelab-ka.de.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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