Daniel Müller vom "Unimog-Museum" in Gaggenau, südlich von Karlsruhe, ist dabei
Spektakuläre Expedition in extreme Höhen

An Eisfeldern auf 6.100 Metern Höhe vorbei
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  • Foto: Unimog-Museum
  • hochgeladen von Jo Wagner

Region. Anderthalb Jahre hat die Vorbereitung gedauert – dann startete Mitte November ein zehnköpfiges Expeditions-Team – acht Männer und zwei Frauen unter Leitung von Matthias Jeschke nach Chile und in die Atacama-Wüste, um dort in der Umgebung des Vulkanbergs Ojos del Salado ein System von vier Notfunkeinheiten in den Höhenlagern des Berges zu installieren.

Sie bestehen jeweils aus Funkgerät, leistungsstarkem Akku, Solarpowersystem, Funkrichtantenne sowie einem Außenmast mit Signallampe. Im Notfall kann später über jede der vier Einheiten eine Funkverbindung zu den drei weiteren Basislagern des Ojos del Salado hergestellt werden. Mit diesem System soll die Sicherheit sowohl für Bergsteiger als auch Wissenschaftler der Universität de Atacama, die den Vulkan und das Gletschersystem des Berges erforschen, entscheidend verbessert werden.

Die Herzstücke der „High Altitude Truck Expedition“ sind zwei speziell für die Expedition konfigurierte und top ausgestattete "Unimog 5023", die sämtliches Expeditionsequipment: Spezialausrüstung, die vier Notfunkeinheiten, Satellitentechnik, Essensvorräte für 5 Wochen, 1.800L Frischwasser, 1.500L Dieselkraftstoff und 600L Benzin transportieren.Und an dieser Stelle kommt das "Unimog-Museum", südlich von Karlsruhe in Gaggenau, ins Spiel. Die beiden "Unimog" wurden im Sommer in der Werkstatt des Museums von Werkstattleiter Daniel Müller für die Expedition um- und ausgebaut. Und mehr noch: Daniel ist als Team-Techniker bei der Expedition mit dabei.

Nach allmählicher Akklimatisation von 3.500 bis auf 6.100 Metern und Installation der ersten drei Einheiten ist es dem achtköpfigen Kernteam am 7. Dezember gelungen, das Höhenlager Amistad auf 6.100 m mit beiden "Unimogs 5023" zu erreichen und am 8.12. dort die vierte und letzte Notfunkeinheit einzurichten.

Beide Fahrzeuge haben laut Expeditionsleiter Jeschke „die extrem steile wie felsige Passage dank bester Technik, austariertem Schwerpunkt und genialer Reifentechnik bewältigt und Material und Ausrüstung auf die enorme Höhe transportiert. Zu keinem Zeitpunkt weltweit motorisierter Höhenexpeditionen haben zwei Trucks gleichzeitig eine solche Höhe erreicht.“

Zur Zeit ist das Expeditionsteam dabei, ein Höhenlager auf 6.400 Meter direkt am Gletscherrand des Ojos del Salado zu errichten. Denn ein vierköpfiges Team von Wissenschaftlern der Universität de Atacama wird erwartet. Mit ihm gemeinsam wird man zur Entnahme von Gesteinsproben in den Hauptkrater vorstoßen.Das Team ist laut Jeschke „wohlauf, hochmotiviert und trotz Kälte, Sand, Eis und extrem dünner Luft voll fokussiert, sämtliche Technik … funktioniert bisher einwandfrei, die Fahrzeuge in Kombination mit den Reifen und Aufbauten sind eine wahre Freude im extremsten möglichen off-road Einsatz.“

Infos: Die Expedition wird Weihnachten zurückerwartet, www.unimog-museum.de

Autor:

Jo Wagner

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