"Karles Woche", der Kommentar im "Wochenblatt Karlsruhe"
Es lebe der Sport!

Es kommt Bewegung in die Arena-Diskussion in Karlsruhe – endlich. Auch in dieser baulichen Angelegenheit wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es sich die badische Residenz nicht leisten darf, in Sachen Arena mit dem „Aus“ der Europahalle auf Provinz-Niveau zu rutschen. Das Ergebnis der strategischen Überlegungen im Rathaus lässt aufhorchen: Die Arena, in Nachbarschaft zur Messe in Rheinstetten, soll vor allem für Konzerte und Kongresse dienen.

Das Leichtathletik-Meeting beispielsweise sei zu aufwändig und solle in der Messehalle bleiben, bekanntlich aber ein finanzieller Kraftakt. Nun sind es jedoch gerade diese internationalen Höhepunkte, die Karlsruhe große Marketing-Effekte bringen. Man erinnert sich gerne an Basketball- und Volleyball-Europameisterschaften, könnte um Wettkämpfe im Tischtennis buhlen oder dem erfolgreichen Frauen-Tennis eine Plattform bieten. Hier ist ein Bezug zur Region da – analog zum Gründungs-Slogan der Europahalle „Die gute Stube des badischen Sports“.

Die Planung einer weiteren Ballsporthalle mit einer Kapazität bis 3.000 Besucher deckt diesen Bedarf allerdings nicht ab. Statt international zu denken, schielt man mit beiden Augen auf einen Markt, den Mannheim, Offenburg und Freiburg schon längst belegt haben – und der ausschließlich auf Besucherzahlen und Erlöse mit austauschbarem Programm glänzt. So hatte diese Arena-Diskussion allerdings nicht begonnen. Sport ist nicht nur ein Erlebnis für ein paar Menschen in einer Arena, es ist ein gesellschaftlicher Auftrag, Vorbilder zu präsentieren und zudem Top-Sportlern eine nationale oder gar internationale Bühne zu bieten. Das sollte – jenseits von einem reinen Auslastungs-Gutachten – stets auch die Prämisse des Handelns sein! (red)

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