Tausende Besucher sahen den Süden der Karlsruher Kombilösung
Blick in den Karlsruher Untergrund war gefragt

Ganz schön groß: Die Haltestelle Marktplatz verfügt künftig über drei Gleise. | Foto: KASIG
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  • Ganz schön groß: Die Haltestelle Marktplatz verfügt künftig über drei Gleise.
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Karlsruhe. Etwa 18.000 Besucher strömten heute, Samstag, 15. September, zum Tag der offenen Baustelle der Kombilösung – zu besichtigen war erstmals der komplette Südabzweig von der Haltestelle Marktplatz über die Haltestelle Ettlinger Tor bis zur Haltestelle Kongresszentrum mit den dazwischenliegenden Tunnelabschnitten. Jede der drei künftigen unterirdischen Haltestellen war mit einem Zu- und einem Ausgang versehen. Mobilitätseingeschränkte Personen und erstmals auch Eltern mit Kinderwagen sowie Kinder unter sechs Jahren und/oder weniger als 1,10 Meter Körpergröße hatten Zugang über die Rampe in der Ettlinger Straße auf Höhe der Augartenstraße.

Die Besucher aus der gesamten Region, teilweise aber auch aus einige hundert Kilometer entfernten Orten, zeigten sich beeindruckt von der Größe der unterirdischen Bauwerke: Die Haltestelle Marktplatz ist die größte der insgesamt sieben neuen Haltestellen mit einer Länge von knapp 100 Metern und – wegen der später einmal dort liegenden drei Gleise - einer Breite von nahezu 28 Metern sowie einer Höhe von etwa elf Metern. In der Ettlinger Straße – sie kommt auf eine Länge von ebenfalls 100 Metern und auf eine Breite von 21 Metern – war dagegen schon deutlich zu erkennen, wie der Autotunnel unter der Kriegsstraße den Haltestellenbereich in einer eigenen Stahlbetonhülle quert. Gut zu sehen in der Haltestelle Kongresszentrum waren die 13 Lichtschächte, die dieser Haltestelle später Tageslicht spenden werden.

Infos mitten in Karlsruhe
An Informationsständen von Tunnelbauexperten konnten sich die Besucher ihre Fragen beantworten lassen. Oberirdisch hatten KASIG und die Einzelhändler an der Ettlinger Straße mit einer von verschiedenen Künstlern bespielte Bühne und weiteren Aktionen für „Spiel und Spaß“ gesorgt. Vertreten war auch die Bürgergesellschaft Südstadt mit einem Sektstand sowie das Deutsche Rote Kreuz mit Einsatzfahrzeugen und Erste-Hilfe-Vorführungen durch das Jugendrotkreuz. Am Informationspavillon „K.“ der Kombilösung war ein „Selfie-Point“ aufgebaut und auf dem Marktplatz zudem ein riesiger Sandkasten auf mit Spielzeugbaggern für angehende, noch sehr junge Tunnelbau-Ingenieure. (aw)

Infos: Der heutige Tag der offenen Baustelle war bereits die fünfte Veranstaltung, bei der die Kombilösung seit dem Baubeginn 2010 ihre Bauzäune für Jedermann öffnete. Beim ersten Tag der offenen Baustelle im Oktober 2014 am Durlacher Tor waren etwa 15.000 Besucher gekommen, von denen aber aus Sicherheitsgründen wegen der damals dort installierten Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ tatsächlich nur ein Bruchteil die unterirdische Haltestelle betreten konnte. Im September 2016 konnten dagegen alle 10.000 Besucher ebenso wie 2017 alle 16.000 Besucher, die hinunter in die Haltestelle wollten, den Gang nach unten antreten. In diesem Jahr hat die Kombilösung bereits die Ost-West-Achse – Haltestellen und Tunnel unter der Kaiserstraße und dem Marktplatz – gezeigt: im Rahmen des zweitägigen „Mobilitätsfestivals Karlsruhe“ am 16. und 17. Juni, das 40.000 Menschen besuchten, war die Unterwelt der Kombilösung nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Radfahrer und Rollstuhlfahrer geöffnet. 

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Ganz schön groß: Die Haltestelle Marktplatz verfügt künftig über drei Gleise. | Foto: KASIG
Auch zu sehen: Direkt neben dem Informationspavillon „K.“ der Kombilösung wurden in der Kriegsstraße Bohrpfähle für den Autotunnel hergestellt. | Foto: KASIG
Für alles gesorgt: Sanitäter gehörten zum festen Bild der Rohbau-Haltestellen. | Foto: KASIG
Der Renner für kleine Tunnelbauer: Der KASIG-Sandkasten auf dem Marktplatz. | Foto: KASIG
Reges Interesse: Das heutige und das künftige Aussehen der Haltestellen lockte viele Besucher – wie hier in die Haltestelle Ettlinger Tor. | Foto: KASIG
Autor:

Jo Wagner

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