Albtalbahn vor großer Erneuerung: Welche Abschnitte geplant sind und wer was bezahlt
- Die Albtalbahn verbindet Ettlingen mit Bad Herrenalb und Ittersbach. Die AVG plant weitere Erneuerungen der Bahninfrastruktur.
- Foto: © Paul Gärtner/KVV; Abdruck honorarfrei
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Karlsruhe. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft erhält rund 17,3 Millionen Euro für die Erneuerung der Albtalbahn. Die Fördermittel von Bund und Land schaffen die Grundlage für Arbeiten zwischen Karlsruhe, Ettlingen und Ittersbach.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe bewilligte den zweiten Teilantrag des Infrastrukturprogramms. Die Gesamtkosten für das Paket liegen bei rund 23,9 Millionen Euro. Der Bund übernimmt bis zu 11,94 Millionen Euro, Baden-Württemberg steuert weitere 5,37 Millionen Euro bei.
Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der AVG, erklärt: „Die AVG freut sich über die Zustellung des Zuwendungsbescheids. Die Albtalbahn ist eine wichtige Verkehrsader für viele Menschen in der Region. Mit den Fördermitteln können wir notwendige Erneuerungsmaßnahmen umsetzen und die Infrastruktur fit für die Anforderungen der Zukunft machen, so dass unsere Fahrgäste auch weiterhin von einem zuverlässigen und leistungsfähigen Stadtbahnverkehr profitieren“.
Diese Arbeiten plant die AVG
Die AVG will Gleise und Weichen im Albtalbahnhof in Karlsruhe sowie Gleise im Bahnhof Busenbach erneuern. Neue Weichen planen die Verantwortlichen außerdem im Bahnhof Langensteinbach St. Barbara und bei Ittersbach Industrie.
Auf 5,4 Kilometern zwischen Langensteinbach St. Barbara und Ittersbach Industrie will die AVG die Strecke grundlegend erneuern. Zusätzlich stehen die Oberleitung zwischen Busenbach und Ittersbach Industrie sowie der Oberbau zwischen Langensteinbach St. Barbara und Ittersbach Industrie auf dem Programm. An der Haltestelle Langensteinbach St. Barbara plant die AVG außerdem ein neues Kompakt-Gleichrichterunterwerk.
Die Projekte aus dem zweiten Maßnahmenpaket sollen zwischen Frühjahr und Sommer umgesetzt werden. Den Neubau des Gleichrichterunterwerks plant die AVG für einen späteren Zeitpunkt. Die Arbeiten gehören zu einem mehrjährigen Programm zur Erneuerung der Infrastruktur auf der Albtalbahn.
Ein erstes Maßnahmenpaket setzte die AVG bereits um. Bund und Land förderten diese Projekte mit rund 8,5 Millionen Euro. Beide Pakete umfassen zusammen 35,6 Millionen Euro. Die AVG beabsichtigt, im Folgejahr weitere Fördermittel für ein drittes Paket im Albtal zu beantragen.
Regierungspräsident Alexander Föhr betont die Bedeutung der Investitionen für den öffentlichen Nahverkehr. Der Zuwendungsbescheid schaffe die finanzielle Grundlage für die geplanten Maßnahmen auf dem stark frequentierten Streckenabschnitt. Die Fördermittel unterstützten wichtige Investitionen in einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr, der zur Lebensqualität in der Region beitrage.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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