Vortrag von Daniel Poensgen
Vortrag über Populismus in der Stephanus Buchhandlung
Karlsruhe. Der Begriff des Populismus ist in Politik, Medien und Wissenschaft allgegenwärtig. Doch was zeichnet populistische Bewegungen tatsächlich aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich Daniel Poensgen in seinem Vortrag „Mobilisierte Volkssouveränisten. Zur Kritik des Populismus“ am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19.30 Uhr in der Stephanus Buchhandlung.
Im Mittelpunkt steht eine kritische Auseinandersetzung mit verbreiteten Versuchen, den Populismus als Gegenüberstellung von Volk und Elite zu definieren. Poensgen argumentiert, dass diese Bestimmung zu kurz greife, da sich ein solcher Gegensatz sowohl bei rechtsextremen Organisationen als auch in Parteien der politischen Mitte finden lasse. Die gängigen wissenschaftlichen Erklärungen liefen zudem auf eine Enthistorisierung der Demokratie als Herrschaftsform hinaus.
Der Vortrag stellt stattdessen die These zur Diskussion, dass mit dem Begriff des Populismus durchaus ein reales politisches Phänomen beschrieben werde. Als Bewegung mobilisierter Volkssouveränisten lebe der Populismus von einer doppelten Feindbestimmung: gegen „die da oben“ und gegen „die da draußen“, also gegen jene, die nicht zum Volk gezählt werden. Verbunden sei damit der Anspruch, die eigene Volkssouveränität gegen die normativen Regeln der Demokratie zurückzuerkämpfen.
Darüber hinaus geht der Referent der Frage nach, weshalb Populismus als demokratisches, zugleich aber von Widersprüchen geprägtes Krisenphänomen verstanden werden kann. Die Veranstaltung lädt dazu ein, über Demokratie, Volkssouveränität und die gesellschaftlichen Bedingungen populistischer Mobilisierung zu diskutieren.
Termin: Donnerstag, 1. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Ort: Stephanus Buchhandlung, Karlsruhe.
Autor:GEW Nordbaden aus Karlsruhe |
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