Unternehmer Frank Roth ist neuer IHK Karlsruhe-Präsident
- Das Präsidium (v.r.) Dr. Arne Rudolph, Daniela Bechtold, Matthias Kreibich, Sabine Peter, IHK-Präsident Frank Roth, 1. Vizepräsidentin Victoria Denner-Rauh, Cordula Schulz, Bernd Fleischer, Ariane Durian, Dirk Seitz
- Foto: IHK Karlsruhe
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Karlsruhe. Die zum Jahresbeginn neu gewählte Vollversammlung der IHK Karlsruhe hat in ihrer konstituierenden Sitzung einen neuen Präsidenten und ein neues Präsidium gewählt: Der erfahrene Ettlinger IT-Unternehmer Frank Roth steht für die nächsten fünf Jahre an der Spitze der IHK mit aktuell fast 73.000 Mitgliedsbetrieben.
Mit vereinten Kräften die Wirtschaft stärken
Damit ist der ehrenamtliche Teil der IHK für die Zusammenarbeit mit dem Team um Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph startklar: „Ich freue mich sehr, zusammen mit Hauptgeschäftsführer Dr. Rudolph die neue Doppelspitze unserer IHK zu bilden", so Roth: "Ebenfalls freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem hervorragenden IHK-Team aus Haupt- und Ehrenamt. Gemeinsam möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, die Standortbedingungen für Unternehmen in unserer Region zu verbessern.“
Der 1965 in der Ortenau geborene Roth hat 2010 mit vier Partnern die "AppSphere AG" in Ettlingen gegründet. Die AG mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern berät Unternehmen unter anderem im Bereich Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz. Der Unternehmer, der 2025 in das IHK-Präsidium gewählt wurde, war zuvor bereits Vorsitzender des IHK-Arbeitskreises "Künstliche Intelligenz und digitale Innovationen", ist aktiv im Vorstand des "Cyberforums" und bringt sich auch als Mentor für Startups in der regionalen Gründerszene ein, in der auch "AXEL - Der Energieaccelerator" stark engagiert ist.
Wegweisende Zukunftsprojekte
Zu Beginn der neuen Legislaturperiode stehen für die Vollversammlung der IHK Karlsruhe auch einige wegweisende Zukunftsprojekte auf der Agenda: Dabei geht es beispielsweise um die Zukunft des IHK-Altbaus an der Lammstraße, der schon lange Jahre aufgrund von Brandschutzauflagen nur teilweise genutzt werden kann. Zudem wird die umfangreiche Sanierung der Technologiefabrik, in der sich innovative Firmen und Startups befinden, darunter auch das Energienetzwerk "fokus.energie e.V." und der "Accelerator AXEL", im kommenden Jahr abgeschlossen. Außerdem wird sich die Vollversammlung mit der künftigen regional- und kommunalpolitischen Positionierung der IHK befassen. Es wird weiterhin darum gehen, die Sichtbarkeit der IHK zu stärken und die vielfältigen Leistungen den Mitgliedern einfach zugänglich zu machen.
„In schwierigen wirtschaftlichen und politischen Zeiten muss die IHK Karlsruhe für ihre Mitgliedsunternehmen da sein: Deshalb müssen auch wir uns zukunftssicher aufstellen – digital und kundenzentriert. Die Sanierung der Technologiefabrik und die Planungen für den Altbau an der Lammstraße sind hier wichtige Bausteine“, so der neu gewählte Präsident der IHK. Roth tritt die Nachfolge von Volker Hasbargen an, der das Amt des IHK-Präsidenten für ein Jahr von Wolfgang Grenke übernommen hatte. Nach der Devise der Wirtschaftsjunioren „One year to lead“ hatte der Bruchsaler Unternehmer Hasbargen Ende Februar angekündigt, nicht mehr für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stehen. „Volker Hasbargen hat ein in jeder Hinsicht beeindruckendes Jahr als Präsident der IHK Karlsruhe absolviert. Er hat für die Wirtschaft wichtige Themen wie beispielsweise den Bürokratieabbau vorangebracht und eine Standortumfrage umgesetzt, die wichtige Anhaltspunkte über die Standortqualität der Region liefert.“
Blick zurück
In seiner Abschiedsrede blickte Hasbargen auf seine Amtszeit zurück: „Es war mir eine große Ehre, der IHK Karlsruhe und ihren Mitgliedsunternehmen als oberster Repräsentant zu dienen. Eines, das mir persönlich besonders am Herzen liegt, ist der Bürokratieabbau. Dieser wird uns sicherlich noch auf Jahre beschäftigen. Jeder ist in der Verantwortung, hier seinen Beitrag zu leisten und ich wünsche mir von allen Beteiligten den Mut, konsequent daran zu arbeiten.“ In Würdigung seiner Verdienste um die Wirtschaft im IHK-Bezirk wurde Hasbargen in Anwesenheit seines Vorgängers, des Ehrenpräsidenten Wolfgang Grenke, zum Ehrenmitglied des Präsidiums der IHK Karlsruhe ernannt und die goldene Ehrennadel verliehen.
Statistik
Die turnusgemäße Wahl der Repräsentanten regionaler Unternehmen der IHK Karlsruhe ist verbunden mit einem Umbruch. Die Vollversammlung spricht für die annähernd 73.000 Mitgliedsunternehmen in ihrem Bezirk, der sich entlang des Schwarzwalds von Waghäusel bis Bühl erstreckt. Aus dem „Parlament der Wirtschaft“ scheiden 34, teils langjährige Mitglieder aus. Die neu gewählte Vollversammlung wurde jünger und weiblicher: das Durchschnittsalter liegt nun bei 52 Jahren (2021: 54 Jahre); 28 Prozent der Mitglieder sind Frauen (zuvor 18 %).
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