Terror-Vorwürfe: Anklage wegen Anschlagsaufrufen im Darknet
- Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Mann erhoben, der im Darknet zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen und Kopfgelder in Kryptowährung ausgelobt haben soll. Der Beschuldigte sitzt seit November 2025 in Untersuchungshaft.
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Karlsruhe. Am Mittwoch, 1. April, hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen deutsch-polnischen Staatsangehörigen wegen mutmaßlicher Terrorismusfinanzierung und weiterer schwerer Straftaten erhoben.
Nach Angaben des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof (GBA) richtet sich die Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf gegen den Beschuldigten Martin S. Die Ermittler werfen ihm Terrorismusfinanzierung, die Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie das gefährdende Verbreiten personenbezogener Daten vor.
Laut Anklage soll der Mann spätestens seit Mai 2025 im Darknet eine Plattform betrieben haben. Dort rief er zu Anschlägen auf namentlich genannte Politiker, Amtsträger und weitere Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland auf. Auf der Seite veröffentlichte er Namenslisten, von ihm ausgesprochene „Todesurteile“ sowie Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen.
Außerdem forderte der Beschuldigte laut Bundesanwaltschaft Spenden in Kryptowährung. Dieses Geld sollte anschließend als „Kopfgeld“ für die Tötung der genannten Zielpersonen dienen. Auf der Plattform wurden zudem sensible personenbezogene Daten möglicher Opfer verbreitet.
Mit den Aufrufen zu Anschlägen habe der Mann beabsichtigt, die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu destabilisieren, teilte der Generalbundesanwalt weiter mit.
Der Beschuldigte wurde bereits am 10. November 2025 festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |