Mordverdacht in Schweden: 33-Jähriger aus dem Raum Karlsruhe in U-Haft
- Die Tötung einer deutschen Frau beschäftigt die Justiz in Schweden. (Symbolbild)
- Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa
- hochgeladen von dpa content
Karlsruhe. Ein 33-Jähriger aus dem Raum Karlsruhe bleibt in Schweden in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, seine Lebensgefährtin während eines gemeinsamen Urlaubs getötet zu haben. Den Mordvorwurf bestreitet der Mann über seinen Anwalt.
Das Gericht im südschwedischen Kalmar sieht nach Angaben aus dem Haftverfahren einen dringenden Verdacht wegen Mordes und schwerer Störung der Totenruhe. Den zweiten Vorwurf räumte der 33-Jährige dem Protokoll zufolge in einfacher Form ein.
Die Frau aus Heilbronn war seit Juli vermisst worden. Anfang August wurde sie in der Region Kalmar tot aufgefunden. Schwedische Medien berichten, die Ermittler gingen davon aus, dass die Frau in einem Ferienhaus getötet worden sein könnte. Ihre Leiche soll später in einem See gefunden worden sein. Wie sie dorthin gelangte, ist Teil der Ermittlungen.
Gericht befürchtet Flucht und Verdunkelung
Als Gründe für die Untersuchungshaft nannte das Gericht Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Gegen die Haftentscheidung kann der Mann vorgehen. Sein Anwalt erklärte laut dem schwedischen Sender SVT, der Beschuldigte wolle mit den Behörden kooperieren, um den Ablauf aufzuklären.
Die schwedischen Behörden hatten einen Europäischen Haftbefehl erlassen. Nach der Festnahme nahe des Wohnorts des Mannes im Landkreis Karlsruhe entschied das Oberlandesgericht Karlsruhe über dessen Auslieferung nach Schweden.
Die Staatsanwaltschaft muss nach Gerichtsangaben bis zum Vormittag von Montag, 9. November, Anklage erheben. Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich. Für den Fall einer rechtskräftigen Verurteilung haben die schwedischen Behörden laut OLG Karlsruhe zugesichert, dass der Mann auf eigenen Wunsch nach Deutschland überstellt werden kann, um eine mögliche Freiheitsstrafe dort zu verbüßen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |