Großkontrolle in Paketbranche: Zoll geht gegen Schwarzarbeit vor
- Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung kontrollierte der Zoll auch Paketdienstleister in der Region Karlsruhe. Rund 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufzudecken.
- Foto: Hauptzollamt Karlsruhe
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Karlsruhe. Am Mittwoch, 6. Mai, hat der Zoll bundesweit Paketdienstleister kontrolliert. Rund 100 Einsatzkräfte des Hauptzollamts Karlsruhe beteiligten sich an einer verdachtsunabhängigen Schwerpunktprüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit.
Im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Karlsruhe überprüften die Beamten Zustellstützpunkte, Depot- und Verteilzentren sowie die Paketzustellung. Kontrolliert wurden alle Tätigkeitsbereiche der Branche – vom Sammeln und Transportieren bis zur Zustellung und dem Umschlag von Sendungen. Die Einsatzkräfte befragten Beschäftigte und prüften Geschäftsunterlagen, wie das Hauptzollamt Karlsruhe berichtet.
Nach Angaben des Zolls werden in der Paketbranche regelmäßig Verstöße gegen Arbeits- und Sozialvorschriften beobachtet. Häufig geht es um nicht oder nicht vollständig vergütete Arbeitszeiten, etwa bei Ladezeiten, Überstunden oder Fahrten zwischen Paketzentren und der ersten Zustelladresse. Zudem stehen immer wieder Subunternehmen im Fokus, bei denen der Verdacht auf vorenthaltene Sozialabgaben oder Steuerhinterziehung besteht. In der Region wurden mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, unter anderem wegen illegalen Aufenthalts und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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