Festnahme nach Attacke am Holocaust-Denkmal: mutmaßlicher Helfer gefasst
- Nach der lebensgefährlichen Attacke am Holocaust-Denkmal in Berlin hat die Bundesanwaltschaft einen mutmaßlichen Helfer festnehmen lassen. Der Mann soll den später verurteilten Täter vor der Tat ermutigt haben.
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Berlin. Am Mittwoch, 27. Mai, haben Ermittler in Berlin einen syrischen Staatsangehörigen festgenommen, der im Verdacht steht, Beihilfe zu einem versuchten Mord am Holocaust-Denkmal geleistet zu haben.
Nach Angaben des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof (GBA) erfolgte die Festnahme durch Beamte des Landeskriminalamtes Berlin auf Grundlage eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 19. Mai 2026. Dem Beschuldigten Khalaf A. wird vorgeworfen, Beihilfe zum versuchten Mord sowie zur gefährlichen Körperverletzung geleistet zu haben.
Die Ermittler gehen davon aus, dass Khalaf A. Kontakt zu dem bereits verurteilten Täter Wassim Al M. hatte. Dieser griff am Abend des 21. Februar 2025 im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte einen Mann an und verletzte ihn lebensgefährlich. Laut Bundesanwaltschaft handelte der Angreifer aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Motivation heraus. Khalaf A. soll den Nachmittag vor der Tat mit ihm verbracht und ihn dazu ermutigt haben, sein Vorhaben umzusetzen.
Wassim Al M. wurde am 5. März 2026 vom Kammergericht Berlin unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu 13 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Der nun festgenommene Beschuldigte soll noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser entscheidet über die Eröffnung des Haftbefehls und den Vollzug der Untersuchungshaft.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |